Der LinkedIn Sales Navigator ist das Vertriebs-Abo von LinkedIn. Er erweitert dein Konto um mehr als 50 Suchfilter, Lead- und Account-Listen, gespeicherte Suchen mit wöchentlichen Benachrichtigungen, 50 InMails pro Monat und in den Team-Paketen um Reporting und CRM-Anbindung. Er lohnt sich, wenn du LinkedIn jede Woche systematisch für Neukundengewinnung, Recruiting oder deine eigene Jobsuche nutzt. Wer nur gelegentlich postet oder keine feste Zielgruppe hat, zahlt für Funktionen, die ungenutzt bleiben.
Dieser Beitrag ist der Ausgangspunkt für alle Sales-Navigator-Themen bei CompLeadly: die drei Pakete im Vergleich, die wichtigsten Filter, Lead-Listen und gespeicherte Suchen, das InMail-Guthaben, die Testphase, die Frage, ob Premium Business nicht reicht, und was sich davon automatisieren lässt. Preise nennen wir hier bewusst nur als Spanne; alle Monats- und Jahrespreise stehen in LinkedIn Premium Kosten: alle Preise und Pakete. Stand: 29. September 2026.
Was ist der LinkedIn Sales Navigator?
LinkedIn selbst beschreibt den Sales Navigator als „eine Vertriebsplattform speziell für B2B-Vertriebler:innen und -Vertriebsteams“ und grenzt ihn damit von Premium Business ab, das sich an „Fach- und Führungskräfte, die ihre persönliche Marke ausweiten und ihr Netzwerk erweitern möchten“ richtet. Quelle: LinkedIn Sales Solutions: Sales-Navigator-Tarife im Vergleich, abgerufen am 29. September 2026.
Praktisch heißt das: Du behältst dein normales LinkedIn-Profil und bekommst eine zweite Oberfläche unter linkedin.com/sales, in der du Personen (Leads) und Unternehmen (Accounts) mit deutlich feineren Filtern suchst, in Listen ablegst und beobachtest. Jobwechsel und neue Beiträge bei gespeicherten Leads und Accounts meldet dir der Navigator als Mitteilung. Dazu kommen InMails, mit denen du Personen außerhalb deines Netzwerks anschreibst.
Es gibt drei Pakete. Core ist laut LinkedIn für einzelne Verkäufer gedacht, Advanced für Vertriebsteams und Advanced Plus für Teams, die ihr CRM anbinden wollen. LinkedIn nennt für das Werkzeug eine Nutzerbasis von mehr als 1,5 Millionen Verkäufern. Quelle: LinkedIn Sales Solutions: Sales-Navigator-Tarife im Vergleich, abgerufen am 29. September 2026.
Core, Advanced oder Advanced Plus: die Pakete im Vergleich
Die Tabelle fasst zusammen, was LinkedIn auf der Tarifseite für die drei Pakete ausweist. Alle Häkchen und Zuordnungen stammen von dort, die Preise nennen wir nur als Spanne.
Funktion | Core | Advanced | Advanced Plus |
|---|---|---|---|
Gedacht für | Einzelne Verkäufer | Vertriebsteams | Teams mit CRM (Salesforce, HubSpot, Microsoft Dynamics, Oracle und weitere) |
Mehr als 50 erweiterte Suchfilter | Ja | Ja | Ja |
InMails pro Monat | 50 | 50 | 50 |
Account IQ und Lead IQ (nur in ausgewählten Sprachen) | Ja | Ja | Ja |
Relationship Explorer | Ja | Ja | Ja |
Relationship Map (Account-Planung) | Ja | Ja | Ja |
Mitteilungen zu Jobwechseln und neuen Beiträgen | Ja | Ja | Ja |
Nachrichtenassistent (öffentliche Beta) | Ja | Ja | Ja |
TeamLink (warme Einstiege über das Netzwerk der Kollegen) | Nein | Ja | Ja |
Smart Links (nachverfolgbare Inhalte) | Nein | Ja | Ja |
Buyer Intent | Nein | Ja | Ja |
Team-Reporting | Nein | Ja | Ja, zusätzlich individuelles ROI-Reporting |
Book of Business | Nein | CSV-Upload | CSV-Upload und CRM-Import |
CRM-Integrationen mit Lead- und Kontaktanlage | Nein | Nein | Ja |
CRM Embedded Experiences (mehr als 15 Integrationen) | Nein | Nein | Ja |
Sales Navigator für Microsoft Teams | Nein | Nein | Ja |
Preis | Ab rund 121 € bis rund 148 € pro Monat, Advanced Plus auf Anfrage; Details und Jahrespreise in LinkedIn Premium Kosten | ||
Quelle: LinkedIn Sales Solutions: Sales-Navigator-Tarife im Vergleich, abgerufen am 29. September 2026. LinkedIn weist die Preise als Schätzwerte aus, gegebenenfalls ohne Umsatzsteuer; für Advanced Plus gibt es keinen Listenpreis, der Preis hängt laut LinkedIn von Teamgröße, CRM-Integration und Onboarding ab.
Auffällig an der Tabelle: Das meiste, was die tägliche Suche betrifft, ist in allen drei Paketen enthalten: mehr als 50 Filter, die Mitteilungen, das InMail-Guthaben und Account IQ und Lead IQ mit KI-gestützten Einblicken zu Unternehmen und Personen. Ausnahme sind die Buyer-Intent-Filter, die es nur ab Advanced gibt. Der Aufpreis für Advanced kauft Zusammenarbeit im Team, der Aufpreis für Advanced Plus die Anbindung an ein CRM.
Für Einzelpersonen reicht in der Regel Core. Filter (bis auf Buyer Intent), Mitteilungen und das InMail-Guthaben sind in allen drei Paketen gleich. Advanced lohnt sich erst, wenn mehrere Personen im selben Team arbeiten und TeamLink, Smart Links oder Buyer Intent tatsächlich nutzen. Bis zu fünf Advanced-Lizenzen kannst du laut LinkedIn online kaufen; darüber hinaus bietet die Tarifseite den Kontakt zum LinkedIn-Vertrieb an. Advanced Plus brauchst du nur, wenn Leads und Aktivitäten automatisch im CRM landen sollen.
Die wichtigsten Lead-Filter im LinkedIn Sales Navigator
Der eigentliche Unterschied zur normalen LinkedIn-Suche liegt in den Filtern. LinkedIn gruppiert die Lead-Filter in sieben Bereiche. Die folgenden Bezeichnungen sind die aus der englischsprachigen LinkedIn-Hilfe. Quelle: LinkedIn Hilfe: Suchfilter im Sales Navigator, abgerufen am 29. September 2026.
- Company: Current company, Past company, Company headcount, Company type, Company headquarters location. Damit grenzt du auf Firmengröße und Firmentyp ein, etwa nur Unternehmen mit 51 bis 200 Mitarbeitern in privater Hand.
- Role: Function, Current job title, Seniority level, Past job title, Years in current company, Years in current position. Seniority level trennt Geschäftsführung von Sachbearbeitung, Years in current position findet Personen, die gerade neu in der Rolle sind.
- Personal: Geography (region or postal code), Industry, First name, Last name, Profile language, Years of experience, Groups, School. Die Profilsprache ist ein unterschätzter Filter, wenn deine Nachrichten auf Deutsch sind.
- Buyer intent: Account has buyer intent, Category interest, Following your company, Viewed your profile recently, Viewed your Company Page recently. Die Intent-Filter stehen laut LinkedIn nur in Advanced und Advanced Plus zur Verfügung.
- Best path in: Connection (1st, 2nd, Group, 3rd+, TeamLink), Connections of, TeamLink connections of, Past customer, Past colleague, Shared experiences. Hier findest du den warmen Einstieg über gemeinsame Kontakte.
- Recent updates: Changed jobs (in the last 90 days), Posted on LinkedIn (in the 30 days). Beides sind gute Anlässe für eine Ansprache.
- Workflow: Persona, Account lists, Lead lists, People in CRM, People you interacted with, Saved leads and accounts. Über diese Filter greifst du auf deine eigenen Listen und Personas zu.
Innerhalb der Felder Company, Title und Keyword kannst du boolesch suchen. LinkedIn nennt dafür die Operatoren AND, OR und NOT, die in Großbuchstaben geschrieben werden müssen, unterstützt keine Platzhalter mit Sternchen und begrenzt eine Suche auf etwa 15 Operatoren. Quelle: LinkedIn Hilfe: Boolesche Suche im Sales Navigator, abgerufen am 29. September 2026. Wenn du dir die Klammern und Anführungszeichen nicht selbst zusammenbauen willst, nimm den LinkedIn Boolean Search Generator.
Account-Filter für die Unternehmenssuche
Die Account-Suche arbeitet auf Firmenebene und hat eigene Filter: Annual revenue (Min-Max), Company headcount, Company headcount growth (Min-Max) über die letzten zwölf Monate, Headquarters location, Industry, Number of followers, Department headcount, Department headcount growth, Fortune, Job opportunities, Recent activities, Connection, Buyer intent, Companies in CRM, Saved accounts und Account lists. Quelle: LinkedIn Hilfe: Suchfilter im Sales Navigator, abgerufen am 29. September 2026.
Job opportunities zeigt Unternehmen mit offenen Stellen auf LinkedIn, Department headcount growth Unternehmen, deren Vertriebs- oder IT-Abteilung wächst. Wie du aus den Filtern eine saubere Zielgruppe baust, statt nur nach Jobtiteln zu suchen, zeigt Sales Navigator: passende Leads über Interessen finden. Wenn dir vorher die Definition deines Wunschkunden fehlt, hilft der ICP-Generator.
Lead-Listen und gespeicherte Suchen
Gespeicherte Suchen sind der Grund, warum der Sales Navigator ein Werkzeug für jede Woche ist und nicht für einen Nachmittag. Du kannst insgesamt 50 Lead-Suchen und 50 Account-Suchen speichern. Für jede davon bekommst du wöchentlich eine E-Mail und eine Mitteilung auf der Sales-Navigator-Startseite, sobald neue Personen oder Unternehmen deinen Kriterien entsprechen. Gespeicherte Suchen lassen sich mit Kollegen teilen. Quelle: LinkedIn Hilfe: Suchen im Sales Navigator speichern, abgerufen am 29. September 2026.
So sieht die Routine damit aus: Du baust einmal eine saubere Suche, etwa Geschäftsführer von IT-Dienstleistern mit 11 bis 200 Mitarbeitern in Bayern, die in den letzten 30 Tagen gepostet haben, und speicherst sie. Ab dann liefert dir der Navigator jede Woche nur die neuen Treffer, die seit dem letzten Mal dazugekommen sind. Du prüfst die Liste, legst passende Personen in eine Lead-Liste und sprichst sie an. Zehn Minuten pro Woche und Suche reichen dafür, die eigentliche Arbeit ist die Ansprache.
Lead-Listen und Account-Listen sind das Gegenstück: Hier legst du einzelne Personen und Unternehmen ab, die du beobachten und ansprechen willst. Über die Workflow-Filter Lead lists und Account lists kannst du eine Liste wieder als Suchgrundlage verwenden. Eine Obergrenze für Listen oder Einträge pro Liste nennt LinkedIn in den geprüften Hilfeartikeln nicht.
Eine Grenze, die LinkedIn nicht dokumentiert, die du in der Praxis aber sofort bemerkst: Der Sales Navigator zeigt pro Suche höchstens 100 Seiten mit je 25 Ergebnissen, also 2.500 Treffer, auch wenn oben eine größere Zahl steht. Warum du deine Suchen deshalb bewusst unter 2.500 Ergebnisse drückst, erklärt Warum du weniger als 2.500 Ergebnisse im Sales Navigator haben solltest. Wenn deine Zielgruppe größer ist, teilst du sie nach Region oder Bundesland in mehrere Suchen auf und arbeitest sie nacheinander ab; die Anleitung dazu steht in Wie du mehr als 2.500 Ergebnisse im Sales Navigator mit CompLeadly verwenden kannst.
Zwei Dinge solltest du wissen, bevor du Monate in Listen investierst. Erstens: Kündigst du den Sales Navigator, sind Listen und gespeicherte Suchen weg, was genau verloren geht, steht in Lead-Listen gehen bei Kündigung des Sales Navigator verloren. Zweitens: Du kannst sie vorher sichern. CompLeadly liest eine Lead-Liste über ihre URL als Zielgruppe ein und exportiert die Kontakte über die Funktion Profilexport als Excel-Datei; die Schritte stehen in Lead-Listen aus dem Sales Navigator mit CompLeadly sichern. Gespeicherte Suchen übernimmst du ähnlich: Filter kurz entfernen und wieder setzen, damit die URL alle Filterparameter enthält, dann als Zielgruppe speichern, wie in Gespeicherte Lead-Suchen aus dem Sales Navigator in CompLeadly speichern beschrieben.
InMail-Guthaben im Sales Navigator
Jedes Sales-Navigator-Paket enthält 50 InMails pro Monat, LinkedIn schreibt ausdrücklich, dass alle Abo-Typen dieselbe Anzahl bekommen. Ungenutzte InMails wandern in den Folgemonat, du kannst bis zu 150 ansammeln, und jede InMail muss innerhalb von 90 Tagen verbraucht werden. Die neue Zuteilung kommt am ersten Tag jedes Monats (UTC). Quelle: LinkedIn Hilfe: InMail-Guthaben im Sales Navigator, abgerufen am 29. September 2026.
Für jede InMail, die innerhalb von 90 Tagen eine Antwort bekommt, erhältst du das Guthaben zurück. Das gilt laut LinkedIn auch für die automatischen Antworten „Interessiert“, „Vielleicht später“ und „Nicht interessiert“. InMails ohne Antwort werden nicht erstattet. Schickst du derselben Person eine zweite InMail, bevor sie geantwortet hat, kostet das ein weiteres Guthaben. Zusätzliche InMails kaufen kannst du im Sales Navigator nicht, und das Guthaben aus einem Premium-Abo lässt sich nicht im Sales Navigator verwenden. Bearbeiten oder löschen kannst du eine gesendete InMail nur innerhalb von 60 Minuten. Quellen: LinkedIn Hilfe: InMail-Guthaben im Sales Navigator und LinkedIn Hilfe: InMail-Nachrichten, abgerufen am 29. September 2026.
Alles Weitere zu InMails, vom Unterschied zur normalen Nachricht bis zu den Vorlagen, steht in LinkedIn InMail: Was sie ist, was sie kostet und wann sie sich lohnt. Wie du Antwortquoten hebst, liest du in Mehr Antworten auf LinkedIn-InMails. Und ein Teil deiner Zielgruppe kostet gar kein Guthaben: Premium-Mitglieder mit Open Profile kannst du ohne InMail-Guthaben anschreiben, die Details stehen in LinkedIn Open Profile: kostenlose InMails.
Sales Navigator oder Premium Business?
Premium Business ist das Netzwerk-Abo, der Sales Navigator das Vertriebs-Abo. LinkedIn wirbt für Premium Business mit unbegrenzter Personensuche, 15 InMails im Monat und den Profilbesuchern der letzten 365 Tage, Quelle: LinkedIn Premium Business, abgerufen am 29. September 2026. Der Sales Navigator liefert dagegen 50 InMails, die oben beschriebenen Filter, Lead- und Account-Listen und die Mitteilungen zu gespeicherten Suchen. Wenn du Kontakte vor allem einzeln recherchierst und anschreibst, kann Premium Business reichen; sobald du Zielgruppen in Listen pflegst und jede Woche neue Treffer brauchst, ist der Sales Navigator das passende Werkzeug. Den vollständigen Vergleich mit Entscheidungsbaum findest du in LinkedIn Premium Business oder Sales Navigator? Der Akquise-Vergleich.
Sales Navigator und der Social Selling Index (SSI)
Der Social Selling Index ist eine Kennzahl von 0 bis 100, mit der LinkedIn misst, wie gut du eine professionelle Marke aufbaust, die richtigen Personen findest, Erkenntnisse gewinnst und Beziehungen aufbaust. LinkedIn selbst schreibt inzwischen, dass der SSI-Score „die moderne Vertriebsumgebung nicht mehr genau“ widerspiegelt und dass ein hoher Wert nicht immer mit messbaren Vertriebsergebnissen zusammenhängt. Quelle: LinkedIn Sales Solutions: Vom SSI zu KI, abgerufen am 29. September 2026. Ob du den Sales Navigator brauchst, um den SSI zu verbessern, sagt LinkedIn nicht. Wie sich die vier Bereiche zusammensetzen und was du konkret tun kannst, steht in Social Selling Index (SSI): Score prüfen und verbessern.
Sales Navigator kostenlos testen
Für Core und Advanced bietet LinkedIn eine kostenlose Testphase an, die du mit deinem bestehenden LinkedIn-Konto startest. Die Bedingungen: Du hast aktuell kein bezahltes LinkedIn-Abo und hast in den letzten 365 Tagen keine kostenlose Testphase bei LinkedIn genutzt. Sieben Tage vor Ablauf schickt LinkedIn eine Erinnerungs-E-Mail. Wie lange die Testphase dauert, nennt LinkedIn auf der Tarifseite nicht.. Kündigst du ein Monatsabo, endet es zum Monatsende, ein Jahresabo zum Ende des bezahlten Jahres. Quelle: LinkedIn Sales Solutions: Sales-Navigator-Tarife im Vergleich, abgerufen am 29. September 2026.
Ob dir LinkedIn gerade eine Testphase anbietet, prüfst du in wenigen Klicks, die Anleitung steht in Möglichkeit der kostenlosen Testphase des Sales Navigators prüfen. Was für Premium-Tests generell gilt und welche Fallen es bei der Kündigung gibt, liest du in LinkedIn Premium kostenlos testen: So funktioniert es wirklich.
Wie du den Sales Navigator zwei Monate zum halben Preis bekommst, steht in Sales Navigator 50 % vergünstigt erhalten. Der Artikel beschreibt einen Weg über den Kündigungsdialog mit Stand 2022. CompLeadly übernimmt keine Garantie, dass dieser Trick immer funktionieren wird oder bei dir funktioniert.
Sales Navigator und Automatisierung mit CompLeadly
Der Sales Navigator findet und sortiert. Anschreiben, nachfassen und dokumentieren musst du selbst, und genau da setzt CompLeadly an. Die Sales-Navigator-Integration nutzt die erweiterten Filter des Navigators für präzisere Zielgruppen, mit denselben Workflows wie auf LinkedIn.com und ohne Export dazwischen. Du kopierst den Link einer Sales-Navigator-Suche, einer gespeicherten Suche oder einer Lead-Liste in CompLeadly und speicherst ihn als Zielgruppe. Voraussetzung ist eine eigene Sales-Navigator-Lizenz, CompLeadly ersetzt sie nicht.
Auf diese Zielgruppe setzt du dann eine Sequenz: Profilbesuch, Folgen, Vernetzungsanfrage, Opener nach der Annahme und Follow-up nach einer von dir festgelegten Zahl von Tagen ohne Antwort. Jede Nachricht wird auf Basis des echten Profils formuliert, kein Serienbrief. Eine Sequenz kannst du vorab im Outreach-Sequenz-Planer durchspielen.
Zwei Funktionen greifen direkt auf das oben beschriebene Guthaben zu. Die Auto-InMail-Funktion schickt InMails an eine Sales-Navigator-Zielgruppe mit Betreff, Text, Platzhaltern und einem Tageslimit, das du selbst setzt, Anleitung in Tutorial: Auto-InMail-Funktion. Dabei unterscheidet CompLeadly zwischen kostenlosen InMails an Open Profiles und InMails, die dein Guthaben verbrauchen; wir empfehlen, beides als getrennte Funktionen im Workflow anzulegen, siehe Nutzung des InMail-Guthabens. Weil nur ein Teil der Nutzer ein Open Profile hat, lohnt es sich auch hier, Zielgruppen unter 2.500 Ergebnissen zu halten und größere Suchen aufzuteilen.
Was du nicht brauchst: den Sales Navigator, um CompLeadly zu nutzen. Zielgruppen entstehen genauso aus der normalen LinkedIn-Personensuche, mit Standort, Branche, Profilsprache und booleschen Positionsfiltern, wie in Zielgruppen auf LinkedIn ohne Sales Navigator einstellen beschrieben. Der Navigator liefert feinere Filter, gespeicherte Suchen und InMails, aber die Sequenz dahinter ist dieselbe. Alle Funktionen sind einzeln erklärt unter LinkedIn-Automatisierung mit CompLeadly, die Pakete unter Preise. Du kannst CompLeadly zehn Tage kostenlos testen, ohne Kreditkarte.
Recruiting und Jobsuche mit dem Sales Navigator
Die Filter oben klingen nach Vertrieb, funktionieren aber genauso für Personalgewinnung. Mit Current job title, Years in current position und Changed jobs findest du Kandidaten, die neu in einer Rolle sind oder gerade gewechselt haben, und schreibst sie per InMail an. Für regelmäßiges Recruiting hat LinkedIn allerdings ein eigenes Produkt: Recruiter Lite mit 30 InMails im Monat, Quelle: LinkedIn Hilfe: InMail-Guthaben je Mitgliedschaft, abgerufen am 29. September 2026. Die Unterschiede und Preise stehen in LinkedIn Recruiter: Kosten und Varianten. CompLeadly arbeitet mit beiden: Eine Sales-Navigator-Suche wird genauso zur Zielgruppe wie eine Recruiter-Lite-Suche, eine Pipeline oder eine gespeicherte Recruiter-Suche, danach laufen Profilbesuch, Vernetzungsanfrage, Opener und Follow-up wie im Vertrieb. Mehr dazu unter CompLeadly für Recruiter.
Auch als Bewerber mit klaren Zielfirmen kannst du den Sales Navigator einen Monat lang gut einsetzen. Mit Account-Listen behältst du deine Wunscharbeitgeber im Blick, mit Lead-Listen die Teamleitungen und Recruiter dort, und die Mitteilungen zeigen dir, wer gerade die Firma wechselt oder etwas postet. Der Filter Job opportunities zeigt dir Unternehmen mit offenen Stellen, Department headcount growth die Abteilungen, die wachsen. Mit CompLeadly sprichst du diese Personen dann in einer Sequenz an: erst Profilbesuch und Folgen, dann Vernetzungsanfrage, nach der Annahme eine kurze Nachricht mit deinem Anliegen.
Für wen lohnt sich der LinkedIn Sales Navigator?
Ob sich der Sales Navigator rechnet, hängt weniger vom Preis ab als davon, ob du ihn jede Woche benutzt. Rechne die Monatsgebühr gegen den Wert eines einzigen gewonnenen Auftrags, einer besetzten Stelle oder einer Einladung zum Gespräch. Sinnvoll ist das Tool vor allem für:
- B2B-Dienstleister und Berater, die Entscheider in klar definierten Branchen und Firmengrößen ansprechen
- Vertriebsteams, die Zielkunden in Listen pflegen und auf Jobwechsel und Beiträge reagieren wollen
- Agenturen und Coaches, die Social Selling als festen Kanal betreiben
- Recruiter und Personalverantwortliche, die einzelne Stellen über direkte Ansprache besetzen
- Bewerber mit einer Liste von Wunscharbeitgebern
Eine einfache Probe vor der Buchung: Schreib deine Zielgruppe in einem Satz auf, mit Branche, Firmengröße, Region und Rolle. Gelingt dir das nicht, fehlt nicht das Werkzeug, sondern die Zielgruppe, und dann hilft dir zuerst der ICP-Generator. Gelingt es, starte mit der Testphase, speichere zwei oder drei Suchen und schau nach vier Wochen, ob daraus Gespräche entstanden sind.
Weniger sinnvoll ist er, wenn du LinkedIn nur sporadisch öffnest, keine feste Zielgruppe hast oder deine Kontakte ohnehin über Empfehlungen kommen. Dann bleibt das Abo ungenutzt. In dem Fall reicht ein kostenloses Konto oder Premium Business, und für die Sequenz dahinter brauchst du den Navigator ohnehin nicht. Warum das Werkzeug ohne einen Prozess dahinter wirkungslos bleibt, liest du in Der Sales Navigator bringt dir keine Kunden, wenn dir dieses System fehlt.
Weiterlesen: alle Beiträge zum Sales Navigator
- Sales Navigator Anleitung: in 10 Schritten von der Suche zum Termin
- Warum der Sales Navigator dein größter Hebel in der Kundengewinnung ist
- Der Sales Navigator bringt dir keine Kunden, wenn dir dieses System fehlt
- Sales Navigator: passende Leads über Interessen finden
- LinkedIn Premium Business oder Sales Navigator? Der Akquise-Vergleich
- LinkedIn Premium Kosten: alle Preise, Pakete und Tipps
- LinkedIn Premium kostenlos testen: So funktioniert es wirklich
- LinkedIn InMail: Was sie ist, was sie kostet und wann sie sich lohnt
- Mehr Antworten auf LinkedIn-InMails
- LinkedIn Open Profile: kostenlose InMails und wie du es aktivierst
- LinkedIn-Suchlimit: Was das kommerzielle Nutzungslimit bedeutet
- Social Selling Index (SSI): Score prüfen und verbessern
- LinkedIn Recruiter: Kosten und Varianten
Für die tägliche Arbeit mit dem Tool gibt es in unserer Wissensdatenbank rund 60 kurze Artikel, gesammelt unter Wissensartikel zum Sales Navigator, den Einstieg macht Tutorial: Anleitung für die Nutzung des Sales Navigators.
Häufige Fragen zum LinkedIn Sales Navigator
Was ist der LinkedIn Sales Navigator?
Der LinkedIn Sales Navigator ist das kostenpflichtige Vertriebs-Abo von LinkedIn. Es erweitert dein Konto um mehr als 50 Suchfilter, Lead- und Account-Listen, gespeicherte Suchen mit wöchentlichen Mitteilungen und 50 InMails pro Monat. In den Paketen Advanced und Advanced Plus kommen Team-Funktionen, Reporting und CRM-Integrationen dazu. LinkedIn beschreibt ihn als Vertriebsplattform für B2B-Vertriebler und Vertriebsteams.
Was ist der Unterschied zwischen Sales Navigator Core und Advanced?
Die Suchfilter (bis auf Buyer Intent), Mitteilungen und die 50 InMails sind in Core und Advanced gleich. Advanced ergänzt Team-Funktionen: TeamLink zeigt, über welche Kollegen ein Zugang zu einem Zielkunden besteht, Smart Links liefern nachverfolgbare Inhalte, Buyer Intent markiert Accounts mit Kaufinteresse, dazu kommen Team-Reporting und ein Book of Business per CSV-Upload. Advanced Plus ergänzt CRM-Integrationen mit Lead- und Kontaktanlage sowie Sales Navigator für Microsoft Teams.
Was kostet der Sales Navigator?
Die aktuellen Monats- und Jahrespreise aller Pakete mit Quelle und Stand findest du in LinkedIn Premium Kosten.
Lohnt sich der Sales Navigator für Einzelunternehmer?
Ja, wenn du regelmäßig aktiv akquirierst und einen festen Ablauf dafür hast: Zielgruppe definieren, Suche speichern, jede Woche neue Treffer ansprechen, nachfassen. Für Einzelpersonen reicht das Core-Paket, die Team-Funktionen von Advanced brauchst du nicht. Nutzt du LinkedIn dagegen nur gelegentlich, reicht ein kostenloses Konto oder Premium Business.
Kann man den Sales Navigator kostenlos testen?
Ja, für Core und Advanced. Voraussetzung laut LinkedIn: kein aktuell bezahltes LinkedIn-Abo und keine kostenlose Testphase in den letzten 365 Tagen. Sieben Tage vor Ablauf erinnert LinkedIn per E-Mail. Die Dauer der Testphase nennt LinkedIn öffentlich nicht.
Wie viele InMails hat der Sales Navigator?
50 pro Monat in allen drei Paketen. Ungenutzte InMails übertragen sich in den Folgemonat, bis zu 150 insgesamt, und müssen innerhalb von 90 Tagen verwendet werden. Für jede InMail, die innerhalb von 90 Tagen eine Antwort bekommt, erhältst du das Guthaben zurück. Zusätzliche InMails lassen sich nicht kaufen.
Brauche ich den Sales Navigator, um CompLeadly zu nutzen?
Nein. CompLeadly baut Zielgruppen auch aus der normalen LinkedIn-Personensuche mit Standort, Branche, Profilsprache und booleschen Positionsfiltern, wie in Zielgruppen auf LinkedIn ohne Sales Navigator einstellen beschrieben. Der Sales Navigator liefert feinere Filter, gespeicherte Suchen und InMails; die Sequenz aus Profilbesuch, Vernetzung, Opener und Follow-up läuft mit beiden Quellen.
Gehen meine Lead-Listen verloren, wenn ich den Sales Navigator kündige?
Ja, Lead-Listen und gespeicherte Suchen sind an das aktive Abo gebunden. Sichere sie vorher: CompLeadly liest eine Lead-Liste über ihre URL als Zielgruppe ein und exportiert die Kontakte als Excel-Datei. Die Anleitung steht in Lead-Listen aus dem Sales Navigator mit CompLeadly sichern.





