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Social Selling Index (SSI): Score prüfen & verbessern

16 Min. Lesezeit

Sebastian Andes, Philipp Krapp & CompLeadly TeamSebastian Andes, Philipp Krapp & CompLeadly Team

Zuletzt aktualisiert am

Abstraktes Messinstrument mit einer Skala von 0 bis 100 und vier leuchtenden Segmenten in Cyan auf dunklem Navy, Symbolbild für den LinkedIn Social Selling Index

Der Social Selling Index (SSI) ist eine Kennzahl von LinkedIn auf einer Skala von 0 bis 100. Sie zeigt, wie gut du auf LinkedIn in vier Bereichen arbeitest: eine professionelle Marke aufbauen, die richtigen Kontakte finden, mit relevanten Erkenntnissen interagieren und Beziehungen aufbauen. Deinen eigenen Wert rufst du eingeloggt unter linkedin.com/sales/ssi ab. LinkedIn verlinkt diese Adresse selbst über den Button „SSI-Score erhalten“. Quelle: LinkedIn Sales Solutions: Vom SSI zu KI, abgerufen am 29. September 2026.

Stand: 29. September 2026. In diesem Artikel liest du, wie du deinen LinkedIn SSI in drei Schritten prüfst, welche Hebel auf jede der vier Säulen einzahlen, was LinkedIn heute selbst über den Score sagt und wie du aus dem SSI eine Wochenroutine machst, die du mit CompLeadly zum Teil automatisierst. Preise und Pakete rund um LinkedIn Premium und Sales Navigator sind hier bewusst nicht Thema.

SSI prüfen in 3 Schritten

  1. Melde dich auf LinkedIn mit dem Konto an, dessen Social Selling Index du sehen willst. Ohne Login lädt die Seite nur die leere Hülle der Sales-Navigator-App, der Score bleibt unsichtbar. Das haben wir am 29. September 2026 selbst geprüft.
  2. Öffne linkedin.com/sales/ssi. Die Seite läuft technisch unter dem Sales-Navigator-Pfad, was oft für Verwirrung sorgt. Was das Abo selbst kann und ob es sich für dich lohnt, steht im Überblick LinkedIn Sales Navigator: Funktionen, Kosten und Nutzen.
  3. Lies den Gesamtwert ab und notiere ihn mit Datum. Wird dir zusätzlich eine Aufteilung auf die vier Säulen angezeigt, schreib dir die schwächste auf. Genau dort setzt du in der kommenden Woche an.

Die Notiz mit Datum klingt banal, ist aber nötig. LinkedIn nennt keinen Zielwert, also ist dein eigener Vorwert die einzige Vergleichsgröße, die du hast. Mehr dazu weiter unten im Abschnitt „Welcher SSI-Score ist gut?“.

Woraus sich der Social Selling Index zusammensetzt

LinkedIn beschreibt den SSI als Benchmark, der misst, wie gut ein Vertriebsprofi soziale Medien für Social Selling nutzt. Die Skala geht von 0 bis 100, und die vier Bereiche heißen wörtlich: „eine professionelle Marke aufzubauen, die richtigen potenziellen Kund:innen zu finden, wichtige Erkenntnisse zu gewinnen und Beziehungen auf LinkedIn aufzubauen“. Quelle: LinkedIn Sales Solutions: Vom SSI zu KI, abgerufen am 29. September 2026.

Eine offizielle Punkteverteilung je Säule nennt LinkedIn auf dieser Seite nicht. Die oft zitierten 25 Punkte pro Säule stammen aus Drittquellen, nicht aus einer öffentlichen Erklärung von LinkedIn. Die folgende Tabelle beschreibt deshalb nur, was hinter jeder Säule steckt und was nach unserer Erfahrung darauf einzahlt.

Säule

Worum es geht

Was darauf einzahlt

Professionelle Marke aufbauen

Wie klar dein Profil zeigt, wofür du stehst

Vollständiges Profil, klare Headline, Beiträge zu deinem Fachthema, Empfehlungen

Die richtigen Kontakte finden

Ob du mit den für dich passenden Personen arbeitest

Gezielte Suche mit Filtern, Vernetzung entlang deiner Zielgruppe, gespeicherte Suchen

Mit Erkenntnissen interagieren

Ob du relevante Inhalte teilst und darauf reagierst

Eigene Beiträge, Kommentare, Reaktionen auf Beiträge deiner Zielgruppe

Beziehungen aufbauen

Wie belastbar dein Netzwerk wird

Persönliche Anfragen, Nachfassen, Gespräche statt Einmal-Nachrichten

Die vier Säulen des LinkedIn SSI: je drei konkrete Hebel

Jede Säule hat Hebel, die du diese Woche umlegen kannst. Ob und wie stark sich ein einzelner Hebel im Score zeigt, sagt LinkedIn nicht. Was sich sagen lässt: Die Hebel sind genau die Tätigkeiten, die LinkedIn in seiner Beschreibung der vier Bereiche nennt, und sie bringen dir unabhängig vom Score Sichtbarkeit, Gespräche und Antworten.

Säule 1: Professionelle Marke aufbauen

  1. Headline schärfen. Deine Headline ist die Zeile, die in jeder Suche, jedem Kommentar und jeder Vernetzungsanfrage neben deinem Namen steht. Sie sollte in einem Satz sagen, wem du womit hilfst, nicht nur deine Jobbezeichnung wiederholen. Ein Startpunkt für Formulierungen ist unser kostenloser LinkedIn-Headline-Generator.
  2. Info-Text schreiben, der Fragen beantwortet. Der Info-Bereich ist der einzige Platz auf deinem Profil, an dem du in Ruhe erklären kannst, für welche Probleme man dich anspricht. Drei kurze Absätze reichen: Wen du erreichst, was du konkret lieferst, wie man dich erreicht. Wer eine erste Fassung braucht, nutzt den LinkedIn-Summary-Generator und überarbeitet das Ergebnis in eigenen Worten.
  3. Beiträge zu deinem Fachthema. Ein Profil ohne Beiträge wirkt wie ein Schaufenster ohne Ware. Zwei Beiträge pro Woche zu einem klar umrissenen Thema sind mehr wert als tägliche Posts zu allem. Wie du Profilfoto, Titelbild, Erfahrung und Kenntnisse in den Griff bekommst, steht Schritt für Schritt in unserem Beitrag zum perfekten LinkedIn-Profil in 6 Schritten.

Säule 2: Die richtigen Kontakte finden

  1. Zielgruppe schriftlich festlegen. Bevor du suchst, brauchst du Position, Branche, Region und Firmengröße auf einem Zettel. Sonst vernetzt du dich mit jedem, der dir vorgeschlagen wird, und die Säule bleibt schwach, weil das Netzwerk beliebig wird. Unser ICP-Generator hilft dir, das Profil deines Wunschkunden in Filterkriterien zu übersetzen.
  2. Suche mit Filtern statt mit Namen. Die LinkedIn-Personensuche liefert mit Standort, Branche und Beziehungsgrad schon eine brauchbare Zielgruppe, auch ohne Sales Navigator. Wie du die Personensuche einstellst und welche Filter sich bewährt haben, zeigt der Wissensartikel Zielgruppen auf LinkedIn ohne Sales Navigator einstellen. Für Titel-Varianten und Ausschlüsse hilft der Boolean-Search-Generator.
  3. Suchen speichern und wöchentlich abarbeiten. Im Sales Navigator kannst du laut LinkedIn bis zu 50 Lead-Suchen und 50 Account-Suchen speichern und bekommst wöchentlich Hinweise auf neue Treffer. Quelle: Sales Navigator Hilfe: Suchen speichern, abgerufen am 29. September 2026. Ohne Sales Navigator legst du dir die Suche als Lesezeichen ab und gehst sie einmal pro Woche durch.

Säule 3: Mit Erkenntnissen interagieren

  1. Kommentieren, bevor du postest. Ein Kommentar mit einem eigenen Gedanken unter dem Beitrag einer Person aus deiner Zielgruppe erreicht deren Netzwerk, ohne dass du selbst Reichweite haben musst. Fünf solcher Kommentare pro Tag sind eine realistische Routine.
  2. Beiträge teilen, die eine Frage deiner Kunden beantworten. Nicht Branchennews weiterreichen, sondern erklären, was die Nachricht für deine Zielgruppe bedeutet. Warum Inhalte auf LinkedIn Vertrauen aufbauen und was sie von Werbung unterscheidet, steht in unserem Beitrag Warum LinkedIn-Content dein bester Verkäufer ist.
  3. Auf Reaktionen antworten. Wer unter deinem Beitrag kommentiert, hat dir ein Gespräch angeboten. Eine Antwort innerhalb eines Tages hält den Faden und macht aus einer Reaktion eine Beziehung. Das ist der Übergang zur vierten Säule.

Säule 4: Beziehungen aufbauen

  1. Vernetzungsanfragen mit Grund. Eine Anfrage mit einem Satz, warum gerade diese Person, wirkt persönlicher als der leere Standardtext. Der Grund kann ein Beitrag sein, ein gemeinsamer Kontakt oder ein Thema, an dem ihr beide arbeitet.
  2. Opener nach der Annahme. Die Annahme ist der Moment, in dem die Person an dich denkt. Eine kurze Nachricht mit einer Frage, die sich in einem Satz beantworten lässt, nutzt diesen Moment. Kein Pitch, keine Präsentation im Anhang.
  3. Nachfassen nach einigen Tagen ohne Antwort. Ein Follow-up nach fünf bis sieben Tagen, das an den Opener anknüpft, ist ein Hebel, der oft fehlt. Wie aus Vernetzung, Opener und Follow-up ein System wird, das Anfragen bringt, beschreibt unser Beitrag LinkedIn richtig nutzen: vom Netzwerk zur Lead-Maschine.

Welcher SSI-Score ist gut?

LinkedIn nennt in seinen öffentlichen Materialien keinen Schwellenwert, ab dem ein SSI „gut“ ist. Die Seite zum Social Selling Index beschreibt nur die Skala von 0 bis 100 und die vier Bereiche. Quelle: LinkedIn Sales Solutions: Vom SSI zu KI, abgerufen am 29. September 2026. Kursierende Zielzahlen wie „über 70“ oder „mindestens 60“ stammen nicht von LinkedIn, sondern aus Blogs und Trainings.

Was LinkedIn sagt: Der Score ermöglichte den Vergleich mit Wettbewerbern und anderen Personen im eigenen Netzwerk. Wir lesen das als relative Größe, nicht als absolute. Deshalb empfehlen wir drei Vergleichspunkte statt einer Zielzahl:

  • Dein eigener Vorwert. Steigt der Score, während du sichtbar und im Gespräch bist, läuft deine Routine. Stagniert er über mehrere Wochen, sieh dir die schwächste Säule an.
  • Die Verteilung auf die vier Säulen. Ein Gesamtwert von 55 mit einer Säule nahe null sagt mehr als der Gesamtwert allein. Die schwache Säule ist deine Aufgabe für die nächste Woche.
  • Deine echten Ergebnisse. Angenommene Anfragen, Antworten auf Opener und vereinbarte Gespräche sind die Zahlen, die am Ende zählen. Wenn sie steigen und der SSI nicht, hat der SSI ein Problem, nicht du.

Ein Beispiel, wie du die Säulenverteilung liest: Liegt dein Gesamtwert bei 48 und die Säule „Beziehungen aufbauen“ ist mit Abstand die niedrigste, dann fehlt nicht Reichweite, sondern Nachfassen. Du hast Anfragen verschickt, aber nach der Annahme nichts mehr geschrieben. Die Aufgabe für die nächste Woche ist dann kein neuer Beitrag, sondern ein Opener an alle, die deine Anfrage in den letzten vierzehn Tagen angenommen haben, und ein Follow-up an alle, die auf den Opener nicht geantwortet haben. Ist dagegen die erste Säule die schwächste, gehst du an Headline und Info-Text, bevor du eine einzige Anfrage mehr verschickst. Jede Anfrage führt auf dein Profil, und dort entscheidet sich, ob sie angenommen wird.

Wichtig ist auch, was der Score nicht misst: Umsatz, Abschlüsse, Qualität deiner Gespräche. Das sagt LinkedIn inzwischen selbst, dazu gleich mehr.

Was LinkedIn selbst heute über den SSI sagt

Wer heute die offizielle Seite zum Social Selling Index aufruft, landet auf einer Seite mit dem Titel „Vom SSI zu KI“. Dort schreibt LinkedIn: „Doch mit dem sich verändernden Kaufverhalten und den immer komplexer werdenden Vertriebszyklen spiegelt der SSI-Score die moderne Vertriebsumgebung nicht mehr genau wider.“ Und weiter: „Ein hoher SSI-Score sagt nicht immer etwas über die Effizienz eines Vertriebsprofis aus und steht auch nicht unbedingt im direkten Zusammenhang mit messbaren Verkaufszahlen.“ Quelle: LinkedIn Sales Solutions: Vom SSI zu KI, abgerufen am 29. September 2026.

Die englische Fassung formuliert es noch deutlicher und beschreibt den Vergleich mit anderen in der Vergangenheitsform: „It allowed LinkedIn users to compare their efforts to competitors and others in their network.“ Quelle: LinkedIn Sales Solutions: From SSI to AI, abgerufen am 29. September 2026.

Bemerkenswert, denn es ist LinkedIns eigene Seite zum Score. LinkedIn empfiehlt dort inzwischen, Erfolg an Abschlüssen und Kundenbeziehungen zu messen und den Druck rund um SSI-Scores zu verringern. Der Abruf unter linkedin.com/sales/ssi funktioniert weiterhin, der Button „SSI-Score erhalten“ steht auch noch auf der Seite.

Unsere Empfehlung leitet sich direkt daraus ab: Nutze den SSI als Routine-Kennzahl gegen deinen eigenen Vorwert, nicht als Ziel. Er ist ein brauchbares Thermometer dafür, ob du auf LinkedIn präsent bist und ob deine Aktivität in allen vier Bereichen stattfindet. Er ist kein Beleg dafür, dass dein Vertrieb, dein Recruiting oder deine Jobsuche funktioniert. Diese Belege heißen Antworten, Gespräche und Termine. Wie du Social Selling als Methode aufbaust und diese Belege misst, beschreibt unser eigener Artikel dazu. Warum wir das schon länger so sehen, steht auch in unserem Wissensartikel SSI: Social Selling Index verbessern, Rückgang verstehen, richtig einordnen.

SSI und Sales Navigator: Brauchst du das Abo?

Ob du für den Abruf des SSI ein Sales-Navigator-Abo brauchst, sagt LinkedIn auf den von uns geprüften Seiten nicht. Wir behaupten deshalb weder das eine noch das andere. Probiere den Abruf mit deinem bestehenden Konto aus, das dauert eine Minute.

Unabhängig vom Abruf zahlt Sales Navigator vor allem auf die zweite Säule ein, die richtigen Kontakte zu finden. LinkedIn bewirbt für alle drei Sales-Navigator-Pakete mehr als 50 erweiterte Suchfilter. Quelle: LinkedIn Sales Navigator: Pakete vergleichen, abgerufen am 29. September 2026. Dazu kommen gespeicherte Suchen mit wöchentlichen Hinweisen auf neue Treffer und Lead-Listen. Für die anderen drei Säulen, also Profil, Inhalte und Beziehungen, brauchst du kein Abo, die Arbeit findet auf LinkedIn selbst statt.

Ob sich das Abo für dich rechnet, hängt davon ab, wie oft du neue Zielgruppen aufbaust und wie fein die Filter sein müssen. Die Pakete, ihre Unterschiede und die Preisspanne haben wir im Beitrag LinkedIn Sales Navigator: Funktionen, Kosten und Nutzen zusammengefasst. Wer ohne Abo startet, kommt mit der Personensuche und den Tipps aus dem oben verlinkten Wissensartikel weit.

SSI-Routine mit CompLeadly: was sich automatisieren lässt

Drei der vier Säulen bestehen aus wiederkehrender Arbeit: Profile besuchen, Beiträge kommentieren, Anfragen schicken, nachfassen. Genau diese Arbeit übernimmt CompLeadly, eine Desktop-App für Windows und macOS, die lokal auf deinem Rechner über deine eigene IP-Adresse läuft. Eine Einschränkung vorweg: Ob und wie sich automatisierte Aktivität im SSI zeigt, sagt LinkedIn nicht. Miss den Effekt an deinem eigenen Vorwert und an den Antworten, die du bekommst.

So verteilt sich CompLeadly auf die Säulen:

Säule

Was CompLeadly übernimmt

Was bei dir bleibt

Professionelle Marke

Nichts. Dein Profil schreibst du selbst.

Headline, Info-Text, Beiträge

Die richtigen Kontakte finden

Zielgruppe aus LinkedIn-Personensuche, Sales-Navigator-Suche, gespeicherter Suche oder Lead-Liste (eigene Lizenz nötig) oder aus der Recruiter-Lite-Suche (Recruiter-Paket nötig). Zielgruppen und Filter bleiben gespeichert.

Die Definition der Zielgruppe

Mit Erkenntnissen interagieren

Profilbesuche (Visit & Engage), Folgen ohne Nachricht, Reaktionen auf Beiträge deiner Zielgruppe (Post-Engagement-Reach, Premium) und fachlich passende Kommentare (Smart Comment AI, Add-on).

Eigene Beiträge und Antworten auf Kommentare

Beziehungen aufbauen

Vernetzungsanfrage, Opener nach der Annahme, Follow-up nach einer festgelegten Zahl von Tagen ohne Antwort, Auto-InMail. Antworten landen im Smart-Chat (Add-on).

Das Gespräch, sobald jemand antwortet

Ein paar Details, die in der Praxis den Unterschied machen:

  • Zielgruppen ohne Sales Navigator. Du kannst eine Zielgruppe direkt aus der LinkedIn-Personensuche anlegen. Die Anleitung dazu ist der Wissensartikel Zielgruppen auf LinkedIn ohne Sales Navigator einstellen.
  • Lead-Listen sichern. Wer Sales Navigator nutzt, kann die Kontakte seiner Lead-Listen über CompLeadly als Excel-Datei exportieren und behält sie so auch nach dem Ende des Abos. Wie das geht, steht unter Lead-Listen aus dem Sales Navigator mit CompLeadly sichern.
  • InMails ohne Guthaben. CompLeadly unterscheidet zwischen InMails an Open Profiles, die kein Guthaben kosten, und kostenpflichtigen InMails. Du legst Betreff, Text, Tageslimit und Zeitraum fest. Die Einrichtung erklärt das Tutorial zur Auto-InMail-Funktion.
  • Tageslimits pro Funktion. Für jede Funktion legst du fest, wie viele Aktionen pro Tag laufen. So bleibt die Routine gleichmäßig, statt in Wellen zu kommen.

Alle Funktionen mit ihrer Zuordnung zu Basic, Premium und Add-ons findest du auf der Funktionsübersicht. Du kannst CompLeadly 10 Tage kostenlos testen, ohne Kreditkarte, und danach gratis mit den Basis-Funktionen und Tageslimits weiternutzen.

Social Selling Index für Recruiter und Bewerber

Der Name sagt Selling, die vier Säulen passen aber genauso auf Recruiting und Jobsuche. Der Unterschied liegt nur darin, wer die „richtigen Kontakte“ sind.

Im Recruiting sind es Kandidaten mit den passenden Kenntnissen. Die zweite Säule heißt dann: eine Zielgruppe aus der Personensuche oder, mit Recruiter-Paket, aus der Recruiter-Lite-Suche aufbauen, statt beliebige Vernetzungen zu sammeln. Die vierte Säule heißt: nach der Annahme eine Nachricht mit der konkreten Rolle schicken und nach einigen Tagen nachfassen, wenn keine Antwort kommt. CompLeadly übernimmt Anfrage, Opener und Follow-up, Antworten laufen im Smart-Chat (Add-on) zusammen. Das Setup für Recruiting-Teams beschreibt unsere Seite für Recruiter und Personalvermittler.

Als Bewerber drehst du die Richtung um. Deine Zielgruppe sind Recruiter und Teamleitungen bei den Firmen, zu denen du willst. Die erste Säule ist für dich die wichtigste: Headline und Info-Text müssen in zwei Sätzen sagen, was du kannst und was du suchst, denn genau das liest ein Recruiter zuerst. Danach gilt dieselbe Routine wie im Vertrieb: Beiträge der Zielfirmen kommentieren, Vernetzungsanfrage mit Grund, kurze Frage nach der Annahme, einmal nachfassen. Auch das lässt sich mit CompLeadly aus einer Personensuche heraus automatisieren. Der SSI zeigt dir dabei, ob du in allen vier Bereichen aktiv bist. Ob sich ein Recruiter für deinen Score interessiert, ist eine andere Frage. Nach allem, was LinkedIn heute selbst dazu schreibt, eher nicht.

Eine Wochenroutine für den SSI

Damit der Score nicht zum Selbstzweck wird, hilft ein fester Rhythmus, der wenig Zeit kostet und alle vier Säulen berührt:

Wann

Was

Säule

Montag

SSI abrufen, Wert und Säulenverteilung mit Datum notieren, schwächste Säule bestimmen

alle

Täglich, 15 Minuten

Fünf Kommentare unter Beiträgen deiner Zielgruppe, Antworten auf Kommentare unter deinen Beiträgen

3

Dienstag und Donnerstag

Je ein Beitrag zu deinem Fachthema

1 und 3

Laufend, automatisiert

Profilbesuche, Vernetzungsanfragen, Opener, Follow-ups aus deiner Zielgruppe

2 und 4

Freitag

Antworten und Gespräche der Woche zählen, Zielgruppe bei Bedarf nachschärfen

2 und 4

Einmal im Monat

Headline und Info-Text prüfen, neue Erfahrung oder Kenntnisse ergänzen

1

Nach vier Wochen hast du vier Messpunkte und weißt, ob deine Routine sich im Score zeigt. Wichtiger: Du hast vier Wochen Antworten und Gespräche gezählt, und das ist die Zahl, die dein Geschäft bewegt.

Wenn der SSI sinkt

Ein sinkender Wert hat meistens einen unspektakulären Grund. Typische Ursachen sind weniger Aktivität, etwa zwei Wochen ohne Beiträge, eine ausgelaufene Kampagne oder ein Profil, das lange nicht aktualisiert wurde. Unser Wissensartikel nennt eine weitere mögliche Ursache: Werden andere in deinem Netzwerk aktiver, kann dein Wert im Vergleich sinken.

Die Reihenfolge für die Fehlersuche ist einfach: Erst prüfen, ob du in den letzten zwei Wochen gepostet und kommentiert hast. Dann prüfen, ob deine Anfragen und Follow-ups gelaufen sind. Zuletzt das Profil ansehen. Eine Frequenz, mit der LinkedIn den Score neu berechnet, nennt LinkedIn nicht, deshalb lohnt sich der Blick nicht täglich, sondern wöchentlich. Weitere Ursachen und wie du sie einordnest, stehen im Wissensartikel zum Rückgang des SSI.

Häufige Fragen zum LinkedIn SSI

Was ist ein guter SSI auf LinkedIn?

LinkedIn nennt in seinen öffentlichen Materialien keinen Schwellenwert für einen „guten“ Social Selling Index. Kursierende Zielzahlen stammen nicht von LinkedIn. Sinnvoll ist der Vergleich mit deinem eigenen Vorwert und der Blick auf die schwächste der vier Säulen. LinkedIn schreibt inzwischen selbst, dass ein hoher SSI nicht unbedingt mit messbaren Verkaufszahlen zusammenhängt.

Wie oft aktualisiert sich der SSI?

Eine Aktualisierungsfrequenz nennt LinkedIn auf den von uns geprüften Seiten nicht. Prüfe ihn in festen Abständen, etwa wöchentlich, und notiere ihn mit Datum, statt täglich auf Schwankungen zu reagieren.

Braucht man Sales Navigator für den SSI?

Das sagt LinkedIn in den geprüften Quellen nicht. Die Abrufseite läuft zwar unter dem Sales-Navigator-Pfad, eine Aussage zur Abo-Pflicht steht dort aber nicht. Probiere den Abruf mit deinem bestehenden Konto. Für die Säulen Profil, Inhalte und Beziehungen brauchst du in jedem Fall kein Abo.

Wo sehe ich meinen SSI Score auf LinkedIn?

Unter linkedin.com/sales/ssi, eingeloggt mit dem Konto, dessen Wert du sehen willst. LinkedIn verlinkt diese Adresse selbst über den Button „SSI-Score erhalten“ auf seiner Seite zum Social Selling Index. Ohne Login zeigt die Seite nur die leere Hülle der Sales-Navigator-App.

Aus welchen Teilen besteht der SSI?

Aus vier Säulen: professionelle Marke aufbauen, die richtigen Kontakte finden, mit relevanten Erkenntnissen interagieren und Beziehungen aufbauen. Der Gesamtwert liegt laut LinkedIn auf einer Skala von 0 bis 100. Eine offizielle Punkteverteilung je Säule veröffentlicht LinkedIn auf der geprüften Seite nicht.


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Sebastian Andes
Sebastian Andes

Geschäftsführer · CEO

Marketing-Coach & Unternehmensberater. Als erfahrener Unternehmer und Marketingstratege baut er CompLeadly seit 2019 mit auf.

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Philipp Krapp

Geschäftsführer · CTO

Software-Ingenieur & App-Entwickler. Als innovativer Softwareentwickler baut er CompLeadly seit 2019 mit auf.

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