Der Profil-Slogan ist der Text direkt unter deinem Namen auf LinkedIn – im Englischen heißt er Headline. Du änderst ihn am Desktop über das Symbol für Sie > Profil anzeigen > Symbol für Bearbeiten im Vorstellungsbereich > Feld Profil-Slogan > Speichern. Gute Slogans nennen Zielgruppe, Nutzen und einen Beleg statt nur den Jobtitel.
Unten findest du die Klickwege für Desktop und App, eine Formel zum Selbstbauen und über 50 kopierbare Muster, sortiert nach Vertrieb, Beratung und Coaching, Agentur, Recruiting, Gründung und Jobsuche. Stand: 27. Oktober 2026, die Klickwege stammen aus dem deutschen LinkedIn-Hilfeartikel „Ihren Profil-Slogan bearbeiten“.
Was ist der Profil-Slogan auf LinkedIn?
LinkedIn nennt das Feld in der deutschen Oberfläche Profil-Slogan. Der Hilfeartikel beschreibt ihn als den Text unter deinem Namen im Vorstellungsbereich deines Profils. Er erscheint laut Hilfeartikel auch in den Suchergebnissen und darf von deiner aktuellen Position abweichen; du kannst ihn für ein Fachgebiet nutzen oder für einen anderen beruflichen Status, etwa die Jobsuche.
Zwei Dinge sagt der Hilfeartikel ausdrücklich: Eine Änderung am Profil-Slogan ändert nicht die Einträge unter Aktuell, Früher und Ausbildung. Und wenn Profil-Slogan und aktuelle Position wortgleich sind, wird die aktuelle Position oben im Profil nicht zusätzlich angezeigt. Ein Zeichenlimit nennt LinkedIn in diesem Hilfeartikel nicht – verlass dich also nicht auf Zahlen, die im Netz kursieren, sondern probiere die Länge im Feld selbst aus.
Wo dein Profil-Slogan überall auftaucht
Der Slogan bleibt nicht auf deinem Profil. Beobachtung aus der täglichen Nutzung (von LinkedIn nicht dokumentiert): Die Zeile läuft in der Regel überall dort mit, wo dein Name erscheint.
- In der Personensuche unter deinem Namen – oft das Einzige, was dort über dich zu lesen ist.
- Unter deinen Kommentaren und Beiträgen im Feed.
- In Kontaktanfragen und in Vorschlägen wie „Personen, die Sie kennen könnten“.
- In Benachrichtigungen und in der Nachrichten-Übersicht.
Praktische Folge: Der Slogan ist dein meistgelesener Satz auf LinkedIn. Er sollte für sich allein stehen können, ohne dass jemand dein Profil öffnet.
Für Outreach heißt das: Wer eine Kontaktanfrage von dir bekommt, sieht neben deinem Namen den Slogan, bevor er dein Profil öffnet. Kandidaten ordnen „Talent Acquisition | Aktuell offen: Backend, Data“ sofort ein, bei „People-Enthusiast“ müssen sie raten. Auf Jobsuche entscheidet dieselbe Zeile mit, ob die Teamleitung deines Wunscharbeitgebers deine Anfrage annimmt. Je mehr Anfragen du verschickst, desto öfter wird der Slogan gelesen. Mit CompLeadly kommen sie aus einer Zielgruppe, etwa einer Personensuche nach Teamleitungen oder, mit Recruiter-Lizenz, einer Recruiter-Pipeline, und nach der Annahme folgen Opener und Follow-ups, in der kostenlosen Version als Basis-Funktionen mit Tageslimit (je 1 pro Tag). Was der Recruiting-Ablauf sonst noch umfasst, steht im Anwendungsfall für Personaler.
Profil-Slogan auf LinkedIn ändern: Desktop und App
So steht es im deutschen Hilfeartikel. Am Desktop:
- Klicke oben auf der LinkedIn-Startseite auf das Symbol für Sie.
- Klicke auf Profil anzeigen.
- Klicke in deinem Vorstellungsbereich auf das Symbol für Bearbeiten.
- Nimm im Pop-up-Fenster Einleitung bearbeiten die Änderungen im Feld Profil-Slogan vor.
- Klicke auf Speichern.
In der App:
- Tippe auf dein Profilbild und dann auf Profil anzeigen.
- Tippe in deinem Vorstellungsbereich auf das Symbol für Bearbeiten.
- Nimm auf der Seite Einleitung bearbeiten die Änderungen im Feld Profil-Slogan vor.
- Tippe oben rechts auf Speichern.
Im selben Dialog liegen auch Profilbild und Titelbild. Eine reine Klick-Anleitung mit Screenshots findest du in unserer Wissensdatenbank: Titelbild und Profilslogan auf LinkedIn ändern. Dieser Artikel hier geht weiter und behandelt, was in die Zeile gehört. Die passenden Maße fürs Banner stehen in LinkedIn-Titelbild: Größe und Maße.
Die Formel: Slogan in vier Schritten selbst bauen
Ein Jobtitel beantwortet die Frage „Was bist du?“. Ein guter Slogan beantwortet „Was habe ich davon?“. Zwei Baupläne, die sich bewährt haben:
- Zielgruppe + Nutzen + Beleg: „Ich helfe [Zielgruppe], [Ergebnis] zu erreichen – [Beleg].“
- Rolle + Schwerpunkt + Ergebnis: „[Rolle] für [Schwerpunkt] | [Ergebnis in wenigen Worten]“
So füllst du die Bausteine, ohne dich in Formulierungen zu verlieren:
- Suchbegriff festlegen. Schreib das eine Wort oder die Wortgruppe auf, unter der dich deine Zielgruppe sucht: deine Rolle („Account Executive“), dein Fach („Steuerberatung“) oder deine Kategorie („SaaS-Vertrieb“). Dieser Begriff steht ganz vorne.
- Zielgruppe benennen. Für wen arbeitest du, so konkret wie möglich: „für Maschinenbauer im Mittelstand“, „für Gründer:innen in der Vorgründungsphase“, „für Pflegeeinrichtungen“. Eine Zielgruppe, nicht drei.
- Ergebnis statt Tätigkeit. Nicht „ich berate“, sondern was danach anders ist: „planbare Erstgespräche“, „besetzte Stellen in sechs Wochen“, „weniger Rückfragen vom Finanzamt“. Das Ergebnis muss stimmen, nicht beeindrucken.
- Beleg anhängen, wenn du einen hast. Eine Zahl, ein Zertifikat, eine Referenz, ein Zeitraum: „seit 2014“, „über 80 Projekte“, „zertifiziert nach [Norm]“. Hast du keinen belastbaren Beleg, lass den Baustein weg. Ein fehlender Beleg ist besser als ein erfundener.
Drei Regeln dazu:
- Keyword nach vorne. In der Suchergebnisliste und in der App wird die Zeile abgeschnitten. Was dich auffindbar macht – dein Fach, deine Rolle –, gehört an den Anfang und nicht hinter drei Trennstriche.
- Ein Angebot, nicht drei. Wer alles anbietet, ist für niemanden die erste Wahl. Warum das auch fürs ganze Profil gilt, steht in Ein Profil, ein Angebot.
- Nur Belege, die stimmen. Zahlen, Zertifikate und Referenzen wirken – aber nur echte. Eine erfundene Zahl fällt spätestens im ersten Gespräch auf.
Ein Gegencheck, bevor du speicherst: Lies den Slogan so, wie ihn jemand in der Suchergebnisliste sieht, also nur die ersten paar Wörter. Steht dort schon, was du machst und für wen? Dann passt die Reihenfolge. Steht dort „Leidenschaftlicher“ oder „Erfahrener“, fang noch einmal mit Schritt 1 an.
Wenn du Formulierungen durchspielen willst, gibt es dafür auf dieser Website ein kostenloses Werkzeug: den LinkedIn-Headline-Generator.
Beispiele für deinen Profil-Slogan: so liest du die Muster
Alle Beispiele in den folgenden Abschnitten sind erfundene Muster zum Umbauen – keine echten Personen, keine echten Firmen. Die Platzhalter in eckigen Klammern ersetzt du durch deine eigenen, belegbaren Angaben. Übernimm keine Zahl, die du nicht nachweisen kannst. Jeder Abschnitt zeigt zuerst die suchbaren Varianten (Rolle vorne), dann die Varianten mit Nutzenversprechen (Zielgruppe vorne). Welche du nimmst, hängt davon ab, ob dich Leute eher über die Suche finden oder über deine Kontaktanfragen und Kommentare kennenlernen.
Slogan-Beispiele für Vertrieb und Account Executives
Im Vertrieb liest den Slogan vor allem die Person, die gerade deine Kontaktanfrage bekommen hat. Sie fragt sich: Verkauft der mir gleich etwas? Ein Slogan, der die Zielgruppe und das Problem nennt, beantwortet das ehrlicher als ein Jobtitel.
- „Account Executive [Softwarekategorie] | Weniger Kaltakquise, mehr Gespräche mit Entscheidern“
- „B2B-Vertrieb für [Branche] | Ich bringe [Zielgruppe] planbar an den Verhandlungstisch“
- „Sales Manager DACH bei [Firmenart] | [Produktkategorie] für [Zielgruppe]“
- „Ich helfe [Zielgruppe], ihren Vertriebsprozess vom Erstkontakt bis zum Abschluss zu ordnen“
- „Key Account Manager [Branche] | Ansprechpartner für [Kundengruppe] in [Region]“
- „SDR bei [Firmenart] | Ich finde heraus, ob [Produktkategorie] zu deinem Team passt – in 20 Minuten“
- „Vertriebsleitung [Branche] | [Anzahl] Kolleg:innen, ein Ziel: [Ergebnis]“
- „Enterprise Sales für [Produktkategorie] | Projekte mit [Kundengruppe] seit [Jahr]“
- „Partner Manager | Ich baue Vertriebspartnerschaften zwischen [Anbieterart] und [Zielgruppe] auf“
- „Vertrieb ist Zuhören. Ich helfe [Zielgruppe], [Problem] zu lösen – ohne Druck, mit Plan“
Was in diesen Mustern fehlt, ist Absicht: kein „Hunter“, kein „Closer“, kein „Umsatz-Maschine“. Wer dich auf LinkedIn annimmt, möchte wissen, worüber ihr reden könnt, nicht wie hart du verkaufst.
Slogan-Beispiele für Berater:innen und Coaches
Beratung und Coaching leben vom Beleg. Ohne Zahl oder Zeitraum klingt jeder Beratungs-Slogan gleich. Deshalb steht hier in fast jedem Muster ein Platzhalter für einen Nachweis. Hast du keinen, nimm das Ergebnis als Beleg, so konkret wie möglich.
- „[Fachgebiet]-Beratung für den Mittelstand | [Anzahl] Projekte seit [Jahr]“
- „Ich begleite [Zielgruppe] bei [Vorhaben] – vom Konzept bis zum Betrieb“
- „Unternehmensberater [Schwerpunkt] | Ich helfe [Firmenart], [Problem] in [Zeitraum] zu lösen“
- „Coach für [Zielgruppe] | Vom ersten Gespräch bis zur Entscheidung – [Beleg]“
- „Interim [Rolle] für [Branche] | Verfügbar ab [Monat], Einsätze in [Region]“
- „Strategieberatung für [Firmenart] | Weniger Meetings, klarere Entscheidungen“
- „[Methode]-Trainerin | Ich mache aus [Zielgruppe] [Ergebnis] – [Anzahl] Teams seit [Jahr]“
- „IT-Beratung [Thema] für [Branche] | Zertifiziert nach [Norm], Projekte in [Region]“
- „Führungskräfte-Coach | Ich helfe [Zielgruppe], die erste Führungsrolle zu bestehen“
Prüf bei jedem Muster, ob der Beleg nachprüfbar ist. „Über 100 Kunden“ ist keiner, wenn du die Liste nicht zeigen kannst. „Seit 2016 selbstständig“ ist einer.
Slogan-Beispiele für Agenturen
Bei Agenturen trägt der Slogan zwei Aufgaben: Er sagt, was die Agentur macht, und er sagt, was du dort bist. Für Inhaber:innen und Geschäftsführung gehört die Leistung nach vorne, für Mitarbeitende die Rolle. In beiden Fällen gilt: eine Leistung, eine Branche, dann der Rest.
- „[Leistung] für [Branche] | Agenturinhaber:in, [Teamgröße] Köpfe“
- „Wir machen [Zielgruppe] sichtbar – [Kanal] und [Kanal] aus einer Hand“
- „Geschäftsführer [Agenturart] | [Leistung] für [Firmenart] seit [Jahr]“
- „Performance-Marketing für [Branche] | Ich verantworte [Budgetgröße] Media im Jahr“
- „Creative Director | Kampagnen für [Branche], zuletzt [Projektart]“
- „Content-Agentur für [Zielgruppe] | Wir schreiben, was eure Kunden lesen wollen“
- „New Business bei [Agenturart] | Erste Ansprechperson für [Kundengruppe]“
- „Webdesign und [Leistung] für [Branche] | [Anzahl] Projekte, [Region]“
Wer in einer Agentur den Vertrieb macht, kann die Muster aus dem Vertriebs-Abschnitt nehmen und die Leistung der Agentur als Schwerpunkt einsetzen.
Slogan-Beispiele für Recruiter:innen
Im Recruiting ist der Slogan ein Arbeitsinstrument: Kandidat:innen lesen ihn, bevor sie eine Anfrage annehmen, und sie wollen in einem Blick wissen, welche Rollen du besetzt und wo. Deshalb stehen hier Fachbereich, Rollenart und Region in fast jedem Muster. Ein Hinweis, welche Stellen gerade offen sind, macht die Einordnung leichter.
- „Recruiting für [Fachbereich] | Ich besetze [Rollenart] in [Region]“
- „Talent Acquisition [Branche] | Aktuell offen: [Rolle], [Rolle]“
- „Ich verbinde [Zielgruppe] mit Arbeitgebern, die wirklich zu ihnen passen“
- „Senior Recruiter [Firmenart] | Tech-Teams in [Stadt] und remote“
- „Personalberater [Branche] | Fach- und Führungskräfte für [Firmenart], Festanstellung und Interim“
- „Recruiting Lead bei [Firmenart] | Wir stellen [Anzahl] Menschen im Jahr ein, [Fachbereich] zuerst“
- „Active Sourcing für [Fachbereich] | Ich schreibe nur, wenn die Stelle zu dir passt“
- „HR Business Partner | Ansprechpartnerin für [Fachbereich] in [Region], aktuell [Anzahl] offene Stellen“
- „Freelance-Recruiter [Branche] | Verfügbar für [Rollenart], Erfolgsbasis“
Für die Direktansprache mit CompLeadly ist der Slogan Teil der Nachricht: Die Vernetzungsanfrage kommt mit deinem Namen und dieser Zeile an, bevor die Person dein Profil öffnet. Wie der Ablauf aus Recruiter-Suche, Anfrage, Opener und Follow-up aussieht, steht in CompLeadly für Recruiter.
Slogan-Beispiele für Gründer:innen
Gründer:innen haben ein eigenes Problem: Der Firmenname sagt noch niemandem etwas. Der Slogan muss deshalb das Produkt erklären, nicht die Firma. „Gründer von [Firma]“ allein ist deshalb ein typischer Fehler. Besser: Problem, Zielgruppe, dann der Firmenname.
- „Gründer:in [Firmenart] | Wir lösen [Problem] für [Zielgruppe]“
- „Baue [Produktkategorie] für [Zielgruppe] – schreibe hier über [Thema]“
- „CEO [Firma] | [Produktkategorie] für [Zielgruppe], seit [Jahr] am Markt“
- „Co-Founder | Wir helfen [Zielgruppe], [Ergebnis] ohne [Hindernis] zu erreichen“
- „Gründerin [Firmenart] | Vorher [Rolle] bei [Firmenart], jetzt [Problem] lösen“
- „Founder [Firma] | [Anzahl] Kunden in [Branche], Hiring: [Rolle]“
- „Solo-Gründer | [Produktkategorie] für [Zielgruppe], gebaut aus eigener Not“
- „Gründer und [Fachrolle] | Ich spreche über [Thema] und baue [Produktkategorie]“
- „Mitgründer [Firmenart] | Wir suchen Pilotkunden aus [Branche] für [Produkt]“
In der Gründungsphase ist der Slogan auch ein Vertriebsinstrument: Die ersten Kunden kommen oft über Kontaktanfragen und Gespräche, nicht über die Website. Wie du als Gründer:in mit CompLeadly eine Zielgruppe anlegst und die ersten Gespräche in Serie führst, steht in CompLeadly für Gründer:innen.
Slogan-Beispiele für die Jobsuche
Auf Jobsuche liest den Slogan die Person, die über deine Bewerbung oder deine Kontaktanfrage entscheidet. Sie sucht nach einer Berufsbezeichnung und einem Fachgebiet, nicht nach „Open to Work“. Setz deshalb die Berufsbezeichnung nach vorne und den Status nach hinten.
- „[Berufsbezeichnung] mit [X] Jahren Erfahrung in [Fach] | offen für neue Aufgaben in [Region]“
- „[Studiengang]-Absolvent:in | suche Einstieg in [Fachbereich], Schwerpunkt [Thema]“
- „[Fachgebiet] | zuletzt [Rolle] in einem [Firmenart] | aktuell auf Jobsuche“
- „[Berufsbezeichnung] [Fachgebiet] | Wechsel nach [Region] geplant, verfügbar ab [Monat]“
- „[Rolle] mit Schwerpunkt [Thema] | Suche [Firmenart], in der [Thema] entschieden wird“
- „Quereinstieg in [Fachbereich] | Vorher [Rolle], jetzt [Qualifikation] abgeschlossen“
Mehr zur Ansprache von Teamleitungen und Recruitern, inklusive der Fehler, die Anfragen kosten, in LinkedIn-Jobsuche ohne die typischen Fehler.
Slogan je Ziel: gefunden werden oder angenommen werden
Die Muster oben haben zwei Bauarten, und welche du nimmst, hängt davon ab, wie Leute auf dich stoßen.
Du wirst gesucht. Recruiter suchen nach Berufsbezeichnungen, Einkäufer nach Fachgebieten, Kunden nach Leistungen. In der Suchergebnisliste zeigt LinkedIn nur den Anfang deiner Zeile. Dann gehört der Suchbegriff an die erste Stelle, die Zielgruppe an die zweite, und das Nutzenversprechen kann hinten stehen oder wegfallen: „Steuerberatung für Ärzte | Praxisgründung und Nachfolge“.
Du sprichst an. Wer deine Kontaktanfrage, deinen Kommentar oder deine Nachricht bekommt, sieht den Slogan neben deinem Namen und entscheidet, ob er antwortet. Hier zählt, was die Person davon hat: „Ich helfe Arztpraxen bei Gründung und Nachfolge | Steuerberaterin“. Der Suchbegriff bleibt drin, nur weiter hinten.
Wer beides braucht, nimmt die suchbare Variante. Sie funktioniert in der Anfrage immer noch, während die Nutzenvariante in der Suche verschwindet. Wenn du mit CompLeadly täglich Anfragen an eine feste Zielgruppe schickst, lohnt sich ein Test über zwei Wochen: eine Woche die eine Fassung, eine Woche die andere, und du vergleichst in der Statistik, wie viele Anfragen angenommen wurden.
Drei Checks, bevor du speicherst
- Der Abschneide-Check. Lies nur die ersten vier bis fünf Wörter. Steht dort, was du machst und für wen? Wenn nicht, tausche die Bausteine.
- Der Fremd-Check. Zeig die Zeile jemandem, der deine Branche nicht kennt, und frag, was du machst. Kann die Person es in einem Satz wiedergeben, passt der Slogan. Muss sie nachfragen, ist ein Fachbegriff zu viel drin.
- Der Beleg-Check. Jede Zahl, jedes Zertifikat, jede Referenz muss im Gespräch standhalten. Was du nicht in zehn Sekunden belegen kannst, streichst du.
Danach speichern, zwei Wochen laufen lassen und erst dann wieder anfassen. Wer den Slogan jede Woche ändert, sieht nie, welche Fassung gewirkt hat.
LinkedIn Headline und Profil-Slogan: derselbe Text
„Headline“ ist schlicht die englische Bezeichnung desselben Feldes. Stellst du die Sprache deiner LinkedIn-Oberfläche auf Englisch um, heißt es Headline, auf Deutsch Profil-Slogan. Es sind also nicht zwei Texte, die du getrennt pflegen musst, sondern derselbe Eintrag.
Ein echter Unterschied entsteht erst, wenn du mehrsprachige Profilfassungen anlegst: Dort kannst du je Sprache einen eigenen Slogan hinterlegen. Wer international arbeitet, sollte die englische Fassung nicht wörtlich übersetzen, sondern die Begriffe wählen, nach denen die Zielgruppe tatsächlich sucht.
Typische Fehler
- Nur der Jobtitel. „Senior Manager“ sagt niemandem, wobei du hilfst.
- Buzzword-Kette. Fünf Begriffe mit Trennstrichen lesen sich wie ein Stichwortverzeichnis, nicht wie ein Angebot.
- Keyword am Ende. Was hinter dem Abschneidepunkt steht, liest in Suche und App niemand.
- Emoji-Wand. Ein Symbol kann gliedern, fünf wirken unruhig – und Screenreader lesen jedes einzeln vor.
- Erfundene Zahlen. Ein Beleg wirkt nur, solange er stimmt.
- Unicode-Fettschrift. Fett gesetzte Wörter bestehen aus anderen Zeichen und werden von einer Suche nach dem normalen Wort nicht gefunden. Warum, steht in LinkedIn fett schreiben.
- Einmal setzen und vergessen. Neue Rolle, neuer Schwerpunkt, neue Zielgruppe – der Slogan muss mitwandern.
Häufige Fragen zum LinkedIn Profil-Slogan
Wie lang darf der Profil-Slogan sein?
Der deutsche LinkedIn-Hilfeartikel zum Bearbeiten des Profil-Slogans nennt kein Zeichenlimit. Verlass dich deshalb nicht auf Zahlen aus zweiter Hand, sondern tippe deinen Text ins Feld und schau, ab wann LinkedIn dich stoppt. Plane ohnehin so, dass die wichtigste Aussage vorne steht, weil die Zeile in Suche und App abgeschnitten wird.
Wo finde ich den Profil-Slogan auf LinkedIn?
Es ist der Text unter deinem Namen im Vorstellungsbereich deines Profils. Bearbeiten kannst du ihn am Desktop über das Symbol für Sie > Profil anzeigen > Symbol für Bearbeiten > Feld Profil-Slogan. In der App gehst du über dein Profilbild und Profil anzeigen denselben Weg.
Ändert sich meine Position, wenn ich den Slogan ändere?
Nein. Laut Hilfeartikel ändert das Bearbeiten des Profil-Slogans nicht die Einträge unter Aktuell, Früher und Ausbildung. Beide Angaben sind voneinander unabhängig. Sind Slogan und aktuelle Position allerdings wortgleich, zeigt LinkedIn die Position oben im Profil nicht zusätzlich an.
Sehen meine Kontakte, dass ich den Slogan geändert habe?
LinkedIn kann Profiländerungen als Update im Netzwerk ausspielen. Ob das passiert, steuerst du unter Einstellungen & Datenschutz. Wenn du gerade laufend am Profil feilst, schalte diese Benachrichtigungen vorher aus und erst am Ende wieder ein.
Brauche ich Emojis oder Trennstriche im Slogan?
Beides ist erlaubt, aber kein Muss. Ein Trennstrich oder ein senkrechter Strich gliedert zwei Aussagen gut lesbar. Emojis ziehen Aufmerksamkeit, erschweren aber das Vorlesen durch Screenreader und wirken in konservativen Branchen schnell unpassend. Entscheide nach deiner Zielgruppe, nicht nach Trend.
Soll ich „Open to Work“ in den Slogan schreiben?
Als Zusatz am Ende ja, als Anfang nein. Recruiter suchen nach Berufsbezeichnung und Fachgebiet, nicht nach dem Status. Steht „Open to Work“ vorne, verdrängt es in der abgeschnittenen Suchansicht genau die Wörter, über die du gefunden wirst. Den Status kannst du zusätzlich über die Profil-Einstellung für Jobsuchende setzen.





