Für B2B-Akquise im DACH-Raum lohnt sich LinkedIn als Hauptkanal, weil LinkedIn eigene Vertriebswerkzeuge anbietet und Nachrichten an Nicht-Kontakte in größerem Umfang erlaubt. XING positioniert sich dagegen ausdrücklich als Jobs-Netzwerk und begrenzt Nachrichten an Nicht-Kontakte selbst im Premium-Tarif auf fünf pro Monat. Für Recruiting und Jobsuche im deutschsprachigen Raum ist XING weiterhin ein ernstzunehmender zweiter Kanal.
Dieser Vergleich stützt sich ausschließlich auf Angaben der Anbieter selbst: Unternehmens- und Presseseiten, Hilfe-Center und Nutzungsbedingungen. Wo es keine offizielle Zahl gibt, steht hier auch keine. Stand: 23. September 2026.
LinkedIn vs. XING im direkten Vergleich
Kriterium | ||
|---|---|---|
Positionierung | Weltweites Berufsnetzwerk mit Feed, Vertriebs- und Recruiting-Produkten | „Jobs-Netzwerk“ mit Schwerpunkt deutschsprachiger Raum |
Reichweite (Eigenangabe) | über 1,3 Mrd. Mitglieder weltweit, über 430 Mio. in Europa, Nahost und Afrika | über 20 Mio. Mitglieder im deutschsprachigen Raum |
Content und Feed | Zentrales Element: Beiträge, Kommentare, Newsletter, Unternehmensseiten | Kein vergleichbar beworbener Content-Kanal; die Startseite führt auf Jobs |
Gruppen und Events | Gruppen und Events als Funktionen vorhanden | Gruppen und Event-Manager 2023 eingestellt; Gruppen-Chats mit bis zu 100 Teilnehmenden aus eigenen Kontakten |
Nachrichten an Nicht-Kontakte (kostenlos) | Keine InMails; Kontaktanfragen mit persönlicher Notiz: 5 pro Monat | Nicht möglich, nur Kontaktanfragen |
Nachrichten an Nicht-Kontakte (bezahlt) | InMails pro Monat: Premium Career 5, Premium Business 15, Recruiter Lite 30, Sales Navigator 50 | Premium: 5 pro Kalendermonat |
Kontaktanfragen | Limits gelten für alle, LinkedIn nennt keine feste Zahl | Höchstens 100 offene, unbestätigte Anfragen |
Personensuche | Kostenlos mit „kommerziellem Nutzungslimit“ (Zahl nicht veröffentlicht) | Basis: 10 Ergebnisse, Premium: bis zu 300 |
Vertrieb und Akquise | Eigenes Produkt für Lead-Recherche und Ansprache (Sales Navigator) | Auf den öffentlichen Seiten kein eigenes Vertriebsprodukt ausgewiesen |
Recruiting | Eigene Produktlinie (Recruiter, Stellenanzeigen) | Kernversprechen: über 1 Mio. Jobs, mehr als 20.000 Recruiter, TalentManager, Stellenanzeigen |
Preistransparenz | Premium- und Sales-Navigator-Preise öffentlich einsehbar, Recruiter Lite ohne Listenpreis | Premium-Seite leitet zum Login, Beträge erst nach Anmeldung sichtbar |
Die Belege für jede Zeile findest du in den folgenden Abschnitten.
Nutzerzahlen und Aktivität im DACH-Raum
XING: Die New Work SE nennt für XING „über 20 Millionen Mitglieder im deutschsprachigen Raum“ (Quelle: new-work.se/de/unternehmen, abgerufen am 23. September 2026).
LinkedIn: Auf seiner Unternehmensseite nennt LinkedIn über 1,3 Milliarden Mitglieder weltweit, davon mehr als 430 Millionen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (Quelle: news.linkedin.com/about-us, abgerufen am 23. September 2026). Eine aktuelle Zahl allein für Deutschland, Österreich und die Schweiz steht dort nicht. Die letzte DACH-Zahl, die wir im LinkedIn-Pressroom gefunden haben, stammt vom 22. März 2018: 11 Millionen Mitglieder im deutschsprachigen Raum, Stand Dezember 2017 (Quelle: LinkedIn Pressroom). Diese Zahl ist über acht Jahre alt und taugt nicht für einen aktuellen Vergleich.
Zur Aktivität veröffentlichen beide Anbieter keine DACH-Zahlen, also etwa keine monatlich aktiven Nutzer für Deutschland. Im Netz kursierende Schätzungen stammen von Dritten. Wir übernehmen sie deshalb nicht. Ein seriöser Vergleich der DACH-Reichweite ist mit offiziellen Quellen derzeit nicht möglich. Mitgliederzahlen zählen außerdem Konten, nicht Menschen, die regelmäßig aktiv sind.
Wofür XING heute steht
XING (offizielle Schreibweise in Großbuchstaben) gehört zur New Work SE. Auf der Startseite steht als Versprechen: „Finde den Job, der zu Dir passt. Oder lass Dich finden!“ Die Hauptnavigation besteht aus Jobs finden, Unternehmen und Netzwerk, die Jobsuche steht also an erster Stelle. Die Startseite nennt außerdem „270.000+ Arbeitgeber“ und „über 20.000 Recruiter·innen“ (Quelle: xing.com, abgerufen am 23. September 2026).
Die New Work SE beschreibt XING selbst als „das renommierte Jobs-Netzwerk in Deutschland“, das mehr als eine Million Jobs listet und auf dem „mehr als 20.000 Recruiter“ unterwegs sind (Quelle: new-work.se/de/unternehmen). Genannt werden dort Stellenanzeigen, Active Sourcing und ein Bewerbungsmanagement-System, also Recruiting-Produkte und keine Vertriebsprodukte.
Was sich bei XING seit 2023 geändert hat
- Januar 2023: XING hat die Gruppen eingestellt, der Event-Manager lief am 31. März 2023 aus (Bericht: heise online, 11. Januar 2023). Das XING-Hilfe-Center beschreibt heute stattdessen Gruppen-Chats im Nachrichtenbereich mit bis zu 100 Teilnehmenden (Quelle: XING Hilfe, Gruppen-Chat, abgerufen am 23. September 2026).
- August 2024: Die New Work SE spricht von der „Neupositionierung von XING als Jobs-Netzwerk“. Die Monetarisierung der Privatnutzer stehe dabei weniger im Fokus als der Zugang zu Talenten für Arbeitgeber (Quelle: Pressemitteilung vom 6. August 2024). Seit Ablauf des 26. August 2024 ist die Aktie nicht mehr im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse handelbar, vorausgegangen war ein Delisting-Erwerbsangebot der Burda Digital SE (Quelle: Pressemitteilung vom 23. August 2024).
- Juni 2025: Henning Rönneberg übernimmt den Vorstandsvorsitz von Petra von Strombeck (Quelle: Pressemitteilung vom 13. Mai 2025).
- Juli 2026: Die New Work SE verkauft InterNations. Als strategischen Fokus nennt CEO Henning Rönneberg dort, „der wichtigste Recruiting-Partner im deutschsprachigen Raum zu sein“ (Quelle: Pressemitteilung vom 13. Juli 2026).
Die Richtung beschreibt der Anbieter selbst: XING baut auf Jobs und Recruiting. Ein Vertriebsprodukt weist XING öffentlich nicht aus.
Wofür LinkedIn steht
LinkedIn ist breiter aufgestellt: Profil und Jobsuche gibt es genauso, dazu kommen ein aktiver Beitrags-Feed, Unternehmensseiten, Newsletter, Gruppen, Events und eigene Produktlinien für Vertrieb (Sales Navigator) und Recruiting (Recruiter). Was LinkedIn im Kern ist und wie das Netzwerk funktioniert, erklären wir ausführlich in Was ist LinkedIn?.
Zielgruppen und Branchen
Eine offizielle Aufschlüsselung der Mitglieder nach Branchen im DACH-Raum veröffentlicht keiner der beiden Anbieter. Belegbar ist nur, wie sie sich selbst beschreiben:
- XING richtet sich an „Berufstätige aller Branchen und Karriere-Level“ im deutschsprachigen Raum und an Arbeitgeber, die dort Personal suchen (Quelle: New Work SE). Die bezahlte Mitgliedschaft ProJobs ist laut den XING-Geschäftsbedingungen für „aktiv Jobsuchende“ gedacht.
- LinkedIn ist international aufgestellt, in 36 Sprachen verfügbar und nennt „~100 %“ der Fortune-500-Unternehmen auf der Plattform (Quelle: news.linkedin.com/about-us). Für Entscheider in international tätigen Unternehmen, Konzernen und englischsprachigen Teams ist das die relevantere Angabe.
Für die Praxis heißt das: Verkaufst du an Kunden außerhalb des deutschsprachigen Raums, bleibt nur LinkedIn. Suchst du Fachkräfte, die in DACH einen Job wollen, triffst du sie auf XING genau in dieser Rolle an.
Premium-Tarife und Kosten
Beide Netzwerke haben ein kostenloses Basiskonto. Bei den bezahlten Stufen unterscheiden sie sich deutlich, vor allem bei der Transparenz.
Tarif | Monatlich | Jährlich | InMails pro Monat |
|---|---|---|---|
Premium Career | 29,98 € | 179,88 € | 5 |
Premium Business | 52,49 € | 407,88 € | 15 |
Sales Navigator Core | 120,99 € | 1.088,88 € | 50 |
Sales Navigator Advanced | 148,21 € | 1.693,88 € | 50 |
Recruiter Lite | kein öffentlicher Listenpreis | 30 | |
Preise: Stand 19. September 2026, laut LinkedIn ggf. ohne Umsatzsteuer. Alle Tarife, Quellen und Testphasen stehen in unserer Übersicht LinkedIn Premium Kosten. InMail-Kontingente laut LinkedIn Hilfe zu InMail-Guthaben und InMail-Guthaben im Sales Navigator (abgerufen am 23. September 2026). Was LinkedIn Recruiter kostet, steht in LinkedIn Recruiter Kosten.
XING bietet für Privatpersonen die kostenfreie Basis-Mitgliedschaft und die kostenpflichtigen Mitgliedschaften Premium und ProJobs an (Quelle: XING Hilfe, Mitgliedschaftsformen). Premium gibt es mit 3 oder 12 Monaten Leistungszeitraum, ProJobs mit 3, 6 oder 12 Monaten. Private Premium-Verträge ab dem 1. März 2022 laufen nach der Mindestlaufzeit monatlich weiter (Quelle: XING Hilfe, Leistungszeiträume).
Konkrete Beträge nennen wir bewusst nicht: Die XING-Premium-Seite leitet ohne Anmeldung zum Login weiter (geprüft am 23. September 2026), und das Hilfe-Center nennt keine Preise. Laut XING enthält Premium unter anderem vollen Einblick in die Profilbesucher, bis zu 300 Suchergebnisse und 5 Nachrichten an Nicht-Kontakte pro Monat (Quelle: XING Hilfe, Premium-Vorteile). Für Recruiter gibt es den XING TalentManager als eigenes Produkt für Geschäftskunden.
Nachrichten- und Kontaktlimits
Für die Akquise zählt vor allem eine Frage: Wie viele Menschen kannst du ansprechen, die noch nicht in deinem Netzwerk sind?
Limit | ||
|---|---|---|
Nachricht an Kontakte | auch im kostenlosen Konto möglich | beliebig viele |
Nachricht an Nicht-Kontakte, kostenloses Konto | nur per InMail; InMail-Guthaben weist LinkedIn nur für bezahlte Kontotypen aus | nicht möglich |
Nachricht an Nicht-Kontakte, bezahlt | 5 bis 50 InMails pro Monat je nach Tarif; maximal ansparbar z. B. 150 im Sales Navigator | 5 pro Kalendermonat mit Premium |
Kontaktanfrage mit persönlicher Notiz | kostenlos 5 pro Monat, Premium unbegrenzt | kein gesondertes Limit genannt |
Kontaktanfragen insgesamt | Wöchentliches Limit ohne veröffentlichte Zahl | höchstens 100 offene, unbestätigte Anfragen |
Netzwerkgröße | höchstens 30.000 direkte Kontakte | keine Angabe gefunden |
Quellen LinkedIn: InMail-Guthaben, Limit an Einladungen erreicht, Einschränkungen für Einladungen. Quellen XING: Limit für Nachrichten an Nicht-Kontakte, Limit für Kontaktanfragen. Alle abgerufen am 23. September 2026.
XING begründet beide Limits ausdrücklich: Sie sollen Missbrauch „durch z. B. Kaltakquise-Serienbriefe“ verhindern. Für Recruiter gilt eine Ausnahme: Die Limits für Nachrichten an Nicht-Kontakte gelten laut XING nicht für Nutzer des XING TalentManagers.
Akquise-Tauglichkeit im Detail
Suche und Filter
Auf XING siehst du als Basis-Mitglied höchstens 10 Suchergebnisse uneingeschränkt, als Premium-Mitglied bis zu 300. Premium schaltet außerdem die erweiterte Mitgliedersuche mit zusätzlichen Suchfeldern frei (Quelle: XING Hilfe, Mitglieder suchen). LinkedIn begrenzt die kostenlose Personensuche über ein „kommerzielles Nutzungslimit“, das bei Aktivitäten wie Personalbeschaffung oder Kundenakquise greift. Die genaue Zahl nennt LinkedIn nicht (Quelle: LinkedIn Hilfe, Kommerzielles Nutzungslimit). Wer gezielt nach Branche, Position und Unternehmensgröße filtern will, nutzt auf LinkedIn den Sales Navigator.
Nachrichten und InMail
Auf XING führt der Weg zu Nicht-Kontakten fast immer über die Kontaktanfrage. Erst wenn sie bestätigt ist, kannst du beliebig viele Nachrichten schreiben. Auf LinkedIn ist es ähnlich, nur mit mehr Spielraum über InMails. Ob du Kontaktanfragen mit oder ohne Notiz schickst, besprechen wir in LinkedIn vernetzen mit oder ohne Nachricht.
Gruppen
LinkedIn-Gruppen gibt es weiterhin: Mitglieder können dort Beiträge teilen und anderen Gruppenmitgliedern Nachrichtenanfragen senden. Auf XING gibt es seit 2023 keine Themen-Gruppen mehr, nur noch Gruppen-Chats unter eigenen Kontakten. Als Akquise-Werkzeug, um neue Menschen zu finden, fallen XING-Gruppen damit weg.
Events
Auf LinkedIn können Mitglieder und Seiten-Admins Online- und Offline-Events anlegen und Teilnehmende einladen. XING hat den Event-Manager 2023 eingestellt.
Inhalte und Sichtbarkeit
Auf LinkedIn ist der Feed das zentrale Element: Beiträge und Kommentare machen dich bei potenziellen Kunden bekannt, bevor du sie anschreibst. XING stellt sich nicht als Bühne für Fachinhalte auf.
Welches Netzwerk passt zu deinem Ziel?
Recruiting
Nutze beide Netzwerke, mit unterschiedlicher Logik. XING ist nach eigener Aussage auf Recruiting im deutschsprachigen Raum ausgerichtet: Stellenanzeigen, Active Sourcing, TalentManager und Kandidaten, die dort gezielt nach Jobs suchen. LinkedIn bringt die internationale Reichweite und eine eigene Recruiting-Oberfläche. Für Stellen mit Englisch als Arbeitssprache oder für Kandidaten außerhalb von DACH führt kein Weg an LinkedIn vorbei. Wie Recruiter LinkedIn nutzen, zeigt unsere Seite CompLeadly für Recruiter.
Vertrieb
LinkedIn. Feed, Kommentare, InMails und der Sales Navigator sind auf Kundengewinnung ausgelegt. XING weist auf den öffentlichen Seiten kein Vertriebsprodukt aus, erlaubt Basis-Mitgliedern keine Nachrichten an Nicht-Kontakte und begrenzt Premium auf fünf pro Monat, ausdrücklich gegen Kaltakquise-Serienbriefe. Ein gepflegtes XING-Profil schadet trotzdem nicht, weil manche Kunden dich dort nachschlagen. Mehr zum Vorgehen im Team: LinkedIn-Akquise für Vertriebsteams.
Selbstständige und Gründer
LinkedIn als aktiver Kanal, XING als korrektes Schaufenster. Auf LinkedIn baust du Sichtbarkeit über Beiträge auf und sprichst potenzielle Kunden an. Auf XING genügt ein vollständiges Profil, damit dich Interessenten aus dem deutschsprachigen Raum finden. Siehe auch CompLeadly für Gründer.
Jobsuche
- Du suchst einen Job in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Pflege beide Profile, aber halte XING vollständig: Es ist ausdrücklich als Jobs-Netzwerk mit über einer Million Stellen und mehr als 20.000 Recruitern aufgestellt.
- Du suchst international oder in einem englischsprachigen Umfeld. Dann ist LinkedIn Pflicht. XING macht zu Märkten außerhalb des deutschsprachigen Raums keine Reichweiten-Aussage.
Was CompLeadly für Vertrieb, Recruiting und Jobsuche auf LinkedIn tut
CompLeadly arbeitet nur mit LinkedIn, XING unterstützt es nicht. Auf LinkedIn hilft es in allen drei Rollen, die dieser Vergleich behandelt:
- Vertrieb: Du legst potenzielle Kunden als Zielgruppe an, aus einer LinkedIn-Personensuche, einem Excel-Import oder einer Sales-Navigator-Suche. Für Letztere brauchst du eine eigene Sales-Navigator-Lizenz. Angesprochen werden die Kontakte mit Vernetzungsanfrage, Opener nach der Annahme und Follow-up. Mehr dazu unter CompLeadly für Vertriebsteams.
- Recruiting: Kandidaten kommen genauso in eine Zielgruppe, zusätzlich aus einer Recruiter-Lite-Suche oder -Pipeline, wenn du die passende LinkedIn-Lizenz hast. Die Ansprache folgt derselben Abfolge. Details unter CompLeadly für Recruiter.
- Jobsuche: Lege Recruiter und Hiring Manager deiner Wunscharbeitgeber als Zielgruppe an. CompLeadly kann ihre Profile besuchen und ihnen folgen, bevor die Vernetzungsanfrage kommt, danach folgen Opener und höchstens ein Follow-up. Wie dein eigenes Profil dafür aussehen sollte, steht in 10 häufige LinkedIn-Fehler bei der Jobsuche und Open to Work auf LinkedIn.
Es gibt eine kostenlose Version: Basis-Funktionen mit Tageslimit, zum Beispiel 25 Profilbesuche und 2 Vernetzungsanfragen pro Tag. Die Tarife stehen auf der Preisseite.
Beides nutzen – wann sich das lohnt
In den meisten Fällen ist die Frage „LinkedIn oder XING“ falsch gestellt. Ein Basisprofil kostet bei beiden nichts. Wer im DACH-Raum gefunden werden will, verschenkt mit einem leeren XING-Profil Sichtbarkeit bei genau den Recruitern, die dort suchen.
Der Haken: Zwei Profile zu pflegen kostet Zeit. Ein praktikabler Schnitt ist, ein Netzwerk aktiv zu bespielen und das andere als korrektes Schaufenster zu führen. Für Vertrieb und Content heißt das in aller Regel: LinkedIn aktiv, XING aktuell. Für Jobsuchende im deutschsprachigen Raum kann es genau andersherum sinnvoll sein.
Häufige Fragen zu LinkedIn und XING
Ist LinkedIn oder XING besser?
Das hängt am Ziel, nicht an der Plattform. LinkedIn ist international ausgerichtet, content-getrieben und hat eigene Vertriebswerkzeuge. XING ist auf den deutschsprachigen Raum und auf Jobs fokussiert. Für Vertrieb und internationale Kontakte ist LinkedIn die naheliegende Wahl, für Recruiting und Jobsuche in DACH lohnt sich XING zusätzlich.
Wie viele Mitglieder haben LinkedIn und XING?
LinkedIn nennt über 1,3 Milliarden Mitglieder weltweit und mehr als 430 Millionen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Die New Work SE nennt für XING über 20 Millionen Mitglieder im deutschsprachigen Raum. Eine aktuelle offizielle LinkedIn-Zahl allein für DACH gibt es nicht, die letzte im Pressroom stammt von 2018. Ein direkter Vergleich ist deshalb nicht seriös möglich (Stand: 23. September 2026).
Ist XING noch relevant?
Als Jobs- und Recruiting-Netzwerk ja: Die New Work SE bewirbt über eine Million Jobs und mehr als 20.000 Recruiter, die Startseite nennt mehr als 270.000 Arbeitgeber, und der Konzern richtet sich laut eigener Mitteilung vom Juli 2026 auf Recruiting im deutschsprachigen Raum aus. Gruppen und Events gibt es seit 2023 nicht mehr. Als Bühne für Fachinhalte und Kundengewinnung ist LinkedIn gedacht.
Kann ich auf XING Kaltakquise machen?
Nur eingeschränkt. Basis-Mitglieder können Nicht-Kontakten keine Nachrichten schicken, Premium-Mitglieder fünf pro Kalendermonat. Offen haben darfst du höchstens 100 unbestätigte Kontaktanfragen. XING begründet diese Limits selbst mit dem Schutz vor Kaltakquise-Serienbriefen. Für gezielte Neukundenansprache ist LinkedIn deshalb das passendere Netzwerk.
Was kostet XING im Vergleich zu LinkedIn?
Beide haben ein kostenloses Basiskonto. XING bietet darüber hinaus die Mitgliedschaften Premium und ProJobs an, zeigt die Preise aber erst nach dem Login. LinkedIn weist seine Premium-Tarife öffentlich aus, Premium Career beginnt bei 29,98 € pro Monat (Stand 19. September 2026). Alle Beträge findest du in unserer Preisübersicht.
Unterstützt CompLeadly auch XING?
Nein. CompLeadly arbeitet mit LinkedIn, XING unterstützt CompLeadly nicht.





