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LinkedIn-Strategie

LinkedIn oder Xing: Welches Netzwerk lohnt sich 2026?

6 Min. Lesezeit

Sebastian Andes, Philipp Krapp & CompLeadly TeamSebastian Andes, Philipp Krapp & CompLeadly Team

Zuletzt aktualisiert am


Willst du international sichtbar sein, Inhalte veröffentlichen oder B2B-Kunden gewinnen, ist LinkedIn die richtige Wahl. Geht es dir um Jobsuche und Gefundenwerden im deutschsprachigen Raum, ist Xing weiterhin ein ernstzunehmender zweiter Kanal. Beide Netzwerke haben sich auseinanderentwickelt: Xing positioniert sich heute ausdrücklich als Jobs-Netzwerk, LinkedIn als weltweites Berufsnetzwerk mit starkem Feed.

Dieser Vergleich stützt sich ausschließlich auf Angaben der Anbieter selbst. Wo es keine offizielle Zahl gibt, steht hier auch keine. Stand: 19. September 2026.

Wofür Xing heute steht

Xing (offizielle Schreibweise: XING) gehört zur New Work SE. Auf der Startseite steht als Versprechen: „Finde den Job, der zu Dir passt. Oder lass Dich finden!“ Die Hauptnavigation besteht aus Jobs finden, Unternehmen und Netzwerk – die Jobsuche steht also an erster Stelle (Quelle: xing.com, abgerufen am 19. September 2026).

Die New Work SE beschreibt Xing selbst als „das renommierte Jobs-Netzwerk in Deutschland“, das „über 20 Millionen Mitglieder im deutschsprachigen Raum“ verbindet, mehr als eine Million Jobs listet und auf dem „mehr als 20.000 Recruiter“ unterwegs sind (Quelle: new-work.se/de/unternehmen, abgerufen am 19. September 2026). Genannt werden dort außerdem Stellenanzeigen, Active Sourcing und ein Bewerbungsmanagement-System – also Recruiting-Produkte, keine Vertriebsprodukte.

Wofür LinkedIn steht

LinkedIn nennt auf seiner Unternehmensseite über 1,3 Milliarden Mitglieder weltweit, davon mehr als 430 Millionen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (Quelle: news.linkedin.com/about-us, abgerufen am 19. September 2026). Eine eigene Zahl für Deutschland, Österreich oder die Schweiz veröffentlicht LinkedIn dort nicht – ein direkter DACH-Vergleich der Mitgliederzahlen ist mit offiziellen Quellen deshalb nicht möglich.

Inhaltlich ist LinkedIn breiter aufgestellt: Profil und Jobsuche gibt es genauso, dazu kommen ein aktiver Beitrags-Feed, Unternehmensseiten, Newsletter und eigene Produktlinien für Vertrieb (Sales Navigator) und Recruiting (Recruiter). Was LinkedIn im Kern ist und wie das Netzwerk funktioniert, erklären wir ausführlich in Was ist LinkedIn?.

LinkedIn Xing im direkten Vergleich

Kriterium

LinkedIn

Xing

Zielgruppe

Berufstätige weltweit, alle Branchen

Schwerpunkt deutschsprachiger Raum

Reichweite (Eigenangabe)

über 1,3 Mrd. Mitglieder weltweit, über 430 Mio. in Europa, Nahost und Afrika

über 20 Mio. Mitglieder im deutschsprachigen Raum

Content und Feed

Zentrales Element: Beiträge, Kommentare, Newsletter, Unternehmensseiten

Kein vergleichbar beworbener Content-Kanal; die Startseite führt auf Jobs

Recruiting

Eigene Produktlinie (Recruiter, Stellenanzeigen)

Kernversprechen: über 1 Mio. Jobs, mehr als 20.000 Recruiter, Active Sourcing

Vertrieb und Akquise

Eigenes Produkt für Lead-Recherche und Ansprache (Sales Navigator)

Auf den öffentlichen Seiten kein eigenes Vertriebsprodukt ausgewiesen

Kostenmodell

Kostenloses Basiskonto, darauf aufbauend mehrere Premium-Stufen

Kostenloses Basiskonto, kostenpflichtige Mitgliedschaften Premium und ProJobs

Preistransparenz

Tarifpreise öffentlich einsehbar

Die Premium-Seite leitet zum Login – Beträge erst nach Anmeldung sichtbar

Die Namen der Xing-Mitgliedschaften stammen aus der Fußzeile von xing.com (abgerufen am 19. September 2026). Konkrete Beträge nennen wir hier bewusst nicht, weil die Xing-Premium-Seite ohne Login keine Zahlen zeigt. Die aktuellen LinkedIn-Tarife stehen in unserer Übersicht LinkedIn Premium Kosten.

Welches Netzwerk passt zu deinem Ziel?

Geh die Fälle der Reihe nach durch:

  1. Du suchst einen Job in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Pflege beide Profile, aber halte Xing vollständig: Es ist ausdrücklich als Jobs-Netzwerk mit über einer Million Stellen und mehr als 20.000 Recruitern aufgestellt.
  2. Du suchst international oder in einem englischsprachigen Umfeld. Dann führt kein Weg an LinkedIn vorbei – Xing macht zu Märkten außerhalb des deutschsprachigen Raums keine Reichweiten-Aussage.
  3. Du willst B2B-Kunden gewinnen. LinkedIn. Feed, Kommentare und Sales Navigator sind darauf ausgelegt; auf den öffentlichen Xing-Seiten ist kein eigenes Vertriebsprodukt ausgewiesen.
  4. Du willst als Arbeitgeber Personal finden. Beides, mit unterschiedlicher Logik: Xing bewirbt Stellenanzeigen, Active Sourcing und Bewerbungsmanagement für den DACH-Markt, LinkedIn setzt auf eine eigene Recruiting-Oberfläche. Was die kostet, steht in LinkedIn Recruiter Kosten.
  5. Du willst Reichweite über Inhalte aufbauen. LinkedIn, weil der Beitrags-Feed dort das zentrale Element ist.

Beides nutzen – wann sich das lohnt

In den meisten Fällen ist die Frage „LinkedIn oder Xing“ falsch gestellt. Ein Basisprofil kostet bei beiden nichts. Wer im DACH-Raum gefunden werden will, verschenkt mit einem leeren Xing-Profil Sichtbarkeit bei genau den Recruitern, die dort täglich suchen.

Die ehrliche Einschränkung: Zwei Profile zu pflegen kostet Zeit. Ein praktikabler Schnitt ist, ein Netzwerk aktiv zu bespielen und das andere als korrektes Schaufenster zu führen. Für Vertrieb und Content heißt das in aller Regel: LinkedIn aktiv, Xing aktuell. Für Jobsuchende im deutschsprachigen Raum kann es genau andersherum sinnvoll sein.

Was wir hier bewusst nicht behaupten: welche Funktionen Xing in den vergangenen Jahren abgeschaltet hat. Dazu haben wir am 19. September 2026 keine offizielle Mitteilung gefunden, auf die wir uns berufen könnten – also steht hier nichts dazu.

Häufige Fragen zu LinkedIn und Xing

Ist LinkedIn oder Xing besser?

Das hängt am Ziel, nicht an der Plattform. LinkedIn ist deutlich größer, international ausgerichtet und content-getrieben. Xing ist auf den deutschsprachigen Raum und auf Jobs fokussiert. Für Vertrieb und internationale Kontakte ist LinkedIn die naheliegende Wahl, für die Jobsuche in DACH lohnt sich Xing zusätzlich.

Wie viele Mitglieder haben LinkedIn und Xing?

LinkedIn nennt über 1,3 Milliarden Mitglieder weltweit und mehr als 430 Millionen in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Die New Work SE nennt für Xing über 20 Millionen Mitglieder im deutschsprachigen Raum. Eine offizielle LinkedIn-Zahl allein für den DACH-Raum gibt es nicht, ein direkter Vergleich ist deshalb nicht seriös möglich (Stand: 19. September 2026).

Ist Xing noch relevant?

Als Jobs- und Recruiting-Netzwerk ja: Die New Work SE bewirbt über eine Million Jobs und mehr als 20.000 Recruiter, die Startseite nennt zusätzlich mehr als 270.000 Arbeitgeber. Als Bühne für Fachinhalte und Reichweite stellt Xing sich selbst nicht vergleichbar auf – dafür ist LinkedIn gedacht.

Was kostet Xing im Vergleich zu LinkedIn?

Beide haben ein kostenloses Basiskonto. Xing bietet darüber hinaus die Mitgliedschaften Premium und ProJobs an, zeigt die Preise auf der Produktseite aber erst nach dem Login. LinkedIn weist seine Premium-Tarife öffentlich aus; die aktuellen Beträge findest du in unserer Preisübersicht.

Brauche ich beide Profile?

Wenn du im deutschsprachigen Raum arbeitest oder dort einen Job suchst: meistens ja, schon weil beide Basiskonten kostenlos sind. Entscheide dich aber bewusst für ein aktives Netzwerk und halte das zweite Profil nur aktuell. Zwei halb gepflegte Profile wirken schlechter als eines, das stimmt.


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Sebastian Andes
Sebastian Andes

Geschäftsführer · CEO

Marketing-Coach & Unternehmensberater. Als erfahrener Unternehmer und Marketingstratege baut er CompLeadly seit 2019 mit auf.

Philipp Krapp
Philipp Krapp

Geschäftsführer · CTO

Software-Ingenieur & App-Entwickler. Als innovativer Softwareentwickler baut er CompLeadly seit 2019 mit auf.

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