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Leadgenerierung & Akquise

Neukundengewinnung für Agenturen: Kanäle, Ablauf und Kennzahlen

8 Min. Lesezeit

Sebastian Andes, Philipp Krapp & CompLeadly TeamSebastian Andes, Philipp Krapp & CompLeadly Team

Zuletzt aktualisiert am

Gläserne Trichterringe, durch die neutrale Firmen- und Profilkarten zu einem leuchtenden Stapel neben einer Kalenderkachel mit Haken fließen – Symbolbild für Kundengewinnung von Agenturen

Neukundengewinnung funktioniert für eine Agentur am besten, wenn du dich auf eine Nische festlegst, jede Woche zwei oder drei Kanäle bespielst und Antworten und Termine pro Kanal misst, nicht Likes oder Impressionen. Empfehlungen und Content bauen über die Zeit Vertrauen auf. Direktansprache auf LinkedIn bringt dich ins Gespräch mit genau den Firmen, die du willst. Und eine feste Wochenroutine hält die Pipeline voll, auch wenn das Kundengeschäft brummt. Unten findest du die Kanäle im Vergleich, einen LinkedIn-Ablauf Schritt für Schritt und die Kennzahlen, auf die es ankommt.

Stand: 23. September 2026.

Warum die eigene Pipeline bei Agenturen oft leerläuft

Nachfrage für Kunden zu erzeugen ist dein Tagesgeschäft. Die eigene Pipeline leidet trotzdem oft an drei Dingen:

  • Kundenarbeit geht vor. Wenn die Projekte laufen, bleibt die Akquise liegen, und ein paar Wochen später klafft eine Lücke.
  • Empfehlungen lassen sich nicht planen. Sie bringen gute Kunden, aber wann der nächste kommt, entscheidest nicht du.
  • Das Angebot ist zu breit. „Full-Service-Marketing für Unternehmen jeder Größe“ merkt sich niemand, und niemand empfiehlt es weiter.

Schritt 1: Nische und klares Angebot festlegen

Jeder Kanal wird leichter, sobald du genau weißt, mit wem du sprichst. Beschreib deinen Wunschkunden in vier Zeilen:

  1. Branche: zum Beispiel B2B-Software, Industrie oder professionelle Dienstleistungen.
  2. Unternehmensgröße: die Größe, bei der deine Leistung am meisten bewirkt und das Budget passt.
  3. Entscheider: die Rolle, die unterschreibt, etwa die Marketingleitung oder die Gründerin.
  4. Auslöser: ein Ereignis, das gerade jetzt Bedarf schafft, etwa eine neue Marketingleitung, eine Finanzierungsrunde, ein Produktlaunch oder offene Stellen im Marketing.

Dann mach aus deiner Leistung ein Angebot mit konkretem Ergebnis und leichtem Einstieg, zum Beispiel ein Audit zum Festpreis oder einen kurzen Workshop. Zu einem kleinen Einstiegsangebot sagt man leichter Ja als zu einem Retainer.

Die wichtigsten Kanäle zur Kundengewinnung im Vergleich

Kanal

Zeit bis zu ersten Gesprächen

Laufender Aufwand

Funktioniert am besten, wenn

Empfehlungen und Bestandskunden

Schnell

Gering

du zufriedene Kunden hast und sie aktiv fragst

LinkedIn-Direktansprache

Schnell

Mittel

deine Nische klar umrissen und auf LinkedIn aktiv ist

Content auf LinkedIn

Mittel

Mittel

du regelmäßig zu einem Thema postest

Website, SEO und Fallstudien

Langsam

Anfangs hoch, dann geringer

du Ergebnisse in deiner Nische zeigen kannst

Partnerschaften

Mittel

Gering bis mittel

andere Anbieter dieselben Kunden betreuen (Webentwickler, Berater, Softwareanbieter)

Events und Webinare

Mittel

Hoch

deine Entscheider dieselben Events besuchen

Bezahlte Anzeigen

Schnell

Abhängig vom Budget

du ein getestetes Angebot und eine Seite hast, die konvertiert

E-Mail

Schnell

Mittel

dein Kontakt zugestimmt hat, zum Beispiel nach einem Gespräch im LinkedIn-Chat

Du brauchst nicht alle. Eine verbreitete Kombination für kleine Agenturen: Empfehlungen plus LinkedIn-Direktansprache plus ein Content-Kanal. Einen breiteren Überblick gibt Akquise-Kanäle: wie du die besten Kanäle für die Kundengewinnung nutzt. Wie du vom LinkedIn-Chat zur E-Mail wechselst, steht in LinkedIn und E-Mail kombinieren.

Inbound: Sorg dafür, dass man dich findet und dir vertraut

Outbound auf LinkedIn: der Ablauf Schritt für Schritt

  1. Liste aufbauen. Nutz die LinkedIn-Suche oder die Filter im Sales Navigator für Branche, Unternehmensgröße, Rolle und Standort. Eine Liste pro Segment.
  2. Aufwärmen. Besuch das Profil, folg dem Unternehmen oder kommentier einen aktuellen Beitrag.
  3. Vernetzen. Mit oder ohne Notiz, beides kann funktionieren. Den Vergleich findest du in LinkedIn-Vernetzung: mit oder ohne Nachricht.
  4. Erste Nachricht nach der Annahme. Greif den Auslöser auf, nenn eine relevante Beobachtung und stell eine Frage, die sich leicht beantworten lässt.
  5. Ein- oder zweimal nachfassen. Bring jedes Mal etwas Neues mit, etwa eine kurze Idee oder ein passendes Beispiel. Dann hör auf.
  6. Zum Gespräch überleiten. Biete dein Einstiegsangebot an, nicht den kompletten Retainer.

Eine Beispiel-Erstnachricht (alle Details erfunden):

Hallo [Vorname], Glückwunsch zur neuen Rolle bei [Firma]. Viele Marketingleitungen in [Branche] bauen in den ersten Monaten ihre Lead-Pipeline neu auf. Deshalb meine Frage: Ist LinkedIn Teil dieses Plans, oder liegt der Fokus gerade woanders?

Wenn du davon etwas automatisierst, halte die Mengen moderat und jede Nachricht relevant.

Die Kennzahlen, die du verfolgen solltest

Verfolg für jeden Kanal dieselben wenigen Zahlen, am besten wöchentlich:

Stufe

Was du zählst

Reichweite

Angesprochene Kontakte, angenommene Vernetzungsanfragen

Antworten

Alle Antworten und positive Antworten

Termine

Gebuchte und geführte Erstgespräche

Pipeline

Verschickte Angebote

Umsatz

Gewonnene Kunden und ihr Auftragswert

Vergleich Segmente und Nachrichtenfassungen miteinander und ändere immer nur eine Sache. Ein Kanal mit vielen Antworten, aber wenigen Terminen braucht meistens ein schärferes Angebot, nicht mehr Volumen.

Eine Wochenroutine für kleine Agenturen

  • Montag: eine Zielliste aufbauen oder auffrischen und Auslöser prüfen.
  • Dienstag bis Donnerstag: täglicher Block für Ansprache, Antworten und Kommentare.
  • Zwei Beiträge pro Woche: eine Erkenntnis aus der Kundenarbeit, ein praktischer Tipp.
  • Freitag: die Zahlen oben durchgehen und einen zufriedenen Kunden um eine Empfehlung oder ein kurzes Testimonial bitten.

LinkedIn-Akquise für deine Agentur und deine Kunden mit CompLeadly

CompLeadly ist eine Desktop-App, die LinkedIn-Akquise lokal auf deinem Rechner automatisiert, optional auf einem CompLeadly-Cloud-Rechner. Agenturen nutzen sie für die eigene Pipeline und für Kundenkampagnen:

  • Zielgruppen aus deinen Suchen: aus der normalen LinkedIn-Personensuche oder dem Sales Navigator.
  • Abläufe: Profilbesuch, Vernetzungsanfrage, eine erste Nachricht nach der Annahme und Follow-ups, die erst rausgehen, wenn eine Nachricht eine von dir festgelegte Zahl von Tagen unbeantwortet geblieben ist.
  • Glückwünsche zu zehn Anlässen (ab Premium): zum Beispiel Geburtstag, neue Position, Beförderung oder Firmenjubiläum. So bleibst du bei einer Kontaktliste präsent, ohne jede Nachricht selbst zu schreiben.
  • Statistik je Workflow (ab Premium): Texte und Zielgruppen parallel vergleichen, nützlich für eigene Tests und fürs Kunden-Reporting.
  • Team-Funktionen (ab Premium): Eine gemeinsame Team-Blockliste hilft dir, dieselbe Person nicht doppelt anzuschreiben, und die geteilte Statistik arbeitet mit den Rollen Creator, Editor und Viewer.
  • Ein LinkedIn-Profil pro Setup: Die App selbst rät davon ab, mehrere LinkedIn-Profile auf einem Rechner zu nutzen. Jeder Absender auf Kundenseite läuft auf einem eigenen Rechner oder, als kostenpflichtiges Add-on, auf einem CompLeadly-Cloud-Rechner.
  • Anbindung an deinen Stack: Ergebnisse per Webhook-Engine an dein CRM schicken (ab Premium), zum Beispiel über Zoho Flow, n8n oder Make. Der MCP-Server lässt KI-Assistenten deine Workflows lesen und verwalten; er ist in allen Tarifen enthalten, auch in der kostenlosen Version.
  • Deine eigene Marke: Wenn du LinkedIn-Automatisierung unter deinem Namen an Kunden verkaufen willst, sieh dir Whitelabel für Agenturen an.
  • Transparenz (ab Premium): Für jedes übersprungene Profil siehst du den Grund, bei über 260 dokumentierten Gründen.

Die kostenlose Version umfasst die Basis-Funktionen mit Tageslimit. Die Funktionen oben (Glückwünsche, Workflow-Statistik, Team-Blockliste, Webhooks, Details zu übersprungenen Profilen) brauchen Premium oder höher; den MCP-Server nutzt du auch in der kostenlosen Version. Nach dem 10-Tage-Test mit allen Funktionen bekommst du in der kostenlosen Version zum Beispiel 2 Vernetzungsanfragen und 1 Follow-up pro Tag, jeden Schritt einzeln gestartet; ganze Workflows und Zeitpläne gibt es ab Basic. Details zu den Tarifen stehen auf der Preisseite, Beispiele für Agenturen unter CompLeadly für Agenturen. Wenn du die Akquise lieber einrichten und betreuen lässt, schau dir Done-for-you an.

Dasselbe Setup funktioniert beim Recruiting. Wenn deine Agentur eine Designerin oder einen Performance-Marketer braucht, bau aus einer Personensuche eine Zielgruppe mit Kandidaten, zum Beispiel nach Jobtitel und Stadt, und lass denselben Ablauf laufen: Profilbesuch, Vernetzungsanfrage, erste Nachricht, Follow-up (CompLeadly für Recruiter). Es geht auch andersherum: Wenn du bei einer Agentur anfangen willst, filter die Personensuche nach Agenturgründern und Teamleads und schreib sie direkt an. Die kostenlose Version deckt dafür die Basis-Funktionen mit Tageslimit ab, Schritt für Schritt gestartet. Wie du zeigst, dass du offen für Angebote bist, steht in Open to Work auf LinkedIn.

FAQ: Neukundengewinnung für Agenturen

Welcher Kanal bringt einer Marketingagentur die meisten Leads?

Den einen besten Kanal gibt es nicht. Empfehlungen und Direktansprache bringen meist am schnellsten die ersten Gespräche. Content, SEO und Fallstudien brauchen länger, wirken dafür dauerhaft. Fang mit dem Kanal an, den deine Wunschkunden wirklich nutzen, und miss die Termine pro Kanal.

Wie finden Agenturen auf LinkedIn neue Kunden?

Mit einer eng definierten Zielgruppe, Listen aus der LinkedIn-Suche oder dem Sales Navigator, Interaktion mit Beiträgen vor der ersten Nachricht und kurzen, konkreten Nachrichten, die einen Auslöser aufgreifen, etwa eine neue Rolle oder einen Produktlaunch.

Wie oft sollte ich nachfassen?

Ein- oder zweimal, jedes Mal mit etwas Neuem. Kommt danach keine Antwort, hör auf und versuch es später mit einem neuen Anlass.

Welche Rolle spielt E-Mail in der Agentur-Akquise?

Die zweite Stufe. Vernetz dich zuerst auf LinkedIn und wechsle zur E-Mail, sobald dein Kontakt zustimmt. Wer vorher Ja gesagt hat, erwartet deine Mail und antwortet eher.

Sollte eine Agentur ihre LinkedIn-Akquise automatisieren?

Automatisierung spart Zeit bei den wiederkehrenden Schritten. Wenn du automatisierst, halte die Mengen moderat, personalisier jede Nachricht und halte die Zielgruppe eng.


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Sebastian Andes
Sebastian Andes

Geschäftsführer · CEO

Marketing-Coach & Unternehmensberater. Als erfahrener Unternehmer und Marketingstratege baut er CompLeadly seit 2019 mit auf.

Philipp Krapp
Philipp Krapp

Geschäftsführer · CTO

Software-Ingenieur & App-Entwickler. Als innovativer Softwareentwickler baut er CompLeadly seit 2019 mit auf.

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