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LinkedIn-Follower und -Accounts kaufen: was es bringt und was besser funktioniert

8 Min. Lesezeit

Sebastian Andes, Philipp Krapp & CompLeadly TeamSebastian Andes, Philipp Krapp & CompLeadly Team

Zuletzt aktualisiert am

Links eine große Menge blasser grauer Silhouetten, die still stehen, rechts eine kleinere Gruppe leuchtender cyanfarbener Figuren, die sich mit Sprechblasen unterhalten, als Bild für echte Gespräche statt gekaufter LinkedIn-Follower, in Navy und Cyan

Gekaufte LinkedIn-Follower erhöhen eine Zahl auf deinem Profil, aber nicht die Zahl der Menschen, die deine Beiträge lesen oder bei dir kaufen. LinkedIn sortiert den Feed für jeden Leser nach dessen Interessen und Interaktionen. Wer nicht zu deinem Thema passt, liest nicht mit. Was besser funktioniert: ein echtes Konto pro Person im Team und ein Netzwerk, das du gezielt aufbaust.

Hier steht, was unter „Follower kaufen“ angeboten wird, was LinkedIn in seinen eigenen Regeln dazu schreibt, warum die Zahl allein wenig bewegt und wie du Follower und Kontakte aufbaust, die zu deinem Geschäft passen. Verkäufer nennen wir bewusst nicht. Stand: Oktober 2026.

Was beim Kauf von LinkedIn-Followern und -Accounts angeboten wird

Die Suchanfragen zu diesem Thema drehen sich um drei Dinge:

  • Follower: Pakete mit einer festen Zahl neuer Follower für dein persönliches Profil oder deine Unternehmensseite.
  • Kontakte: Vernetzungen, die dir ein Anbieter verschafft, damit die Zahl deiner Kontakte schnell steigt.
  • Ganze Accounts: fertige, oft ältere LinkedIn-Konten mit bestehendem Netzwerk, die der Käufer übernimmt, etwa um im Team mit mehreren Profilen zu arbeiten.

Allen drei Angeboten ist gemeinsam: Du kaufst eine Zahl oder eine Hülle. Wer hinter den Followern steht und ob diese Menschen zu deiner Zielgruppe gehören, bestimmst nicht du.

Was LinkedIn in seinen Regeln dazu schreibt

LinkedIn regelt das Thema an mehreren Stellen selbst. Wir geben die Stellen wörtlich wieder, die Quelle ist jeweils verlinkt.

  • Konto nicht übertragen: In Abschnitt 2.2 der Nutzervereinbarung sagst du zu, dein Konto „not share or transfer“, also weder zu teilen noch zu übertragen, mit dem Beispiel „sell or transfer the personal data of others by transferring your connections“.
  • Echte Identität: Unter „Dos“ steht „Use your real name on your profile“, unter „Don'ts“ unter anderem „Create a false identity on LinkedIn“ und „use or attempt to use another's account“ (Abschnitt 8 der Nutzervereinbarung).
  • Echtes Engagement: Die Professional Community Policies bitten: „Please make the effort to create original, professional, relevant, and interesting content in order to gain engagement. Don't do things to artificially increase engagement with your content.“ Und: „We don't allow fake profiles or entities.“

Beide Seiten abgerufen am 3. Oktober 2026, die Nutzervereinbarung in der Fassung vom 3. November 2025. LinkedIn beschreibt damit, wie es sich die Plattform vorstellt: echte Menschen, eigene Konten, Reichweite durch Inhalte. Genau daran setzt auch der Weg an, der langfristig Kunden bringt.

Warum gekaufte Follower keine Reichweite bringen

Reichweite entsteht auf LinkedIn nicht durch die Größe deiner Follower-Zahl, sondern beim einzelnen Leser. Die LinkedIn-Hilfe LinkedIn relevance: Optimizing the member experience beschreibt, wie der Feed entscheidet: über Identität (Profil, Arbeitgeber, Fähigkeiten), Inhalt (wie oft ein Beitrag angesehen oder kommentiert wird, ob er Wissen oder Rat bietet, wie aktuell er ist, ob er von jemandem kommt, dem der Leser folgt) und Aktivität (worauf der Leser reagiert hat, mit wem er oft interagiert, welche Themen ihn interessieren). Abgerufen am 3. Oktober 2026.

LinkedIn-Follower und Reichweite: ein Beitrag erreicht vor allem die Leser, die sich für das Thema interessieren
LinkedIn-Follower und Reichweite: ein Beitrag erreicht vor allem die Leser, die sich für das Thema interessieren

Daraus folgt eine einfache Rechnung. Ein Follower, der sich für dein Thema nicht interessiert und nie auf deine Beiträge reagiert, liefert dem Feed kein Signal, das deinen Beitrag weiterträgt. Die Zahl unter deinem Namen steigt, die Zahl der Menschen, die dich lesen, nicht. Was LinkedIn über Formate und Reichweite sagt und was die großen Auswertungen messen, steht in unserem Beitrag zum LinkedIn-Algorithmus 2026.

Und warum Follower noch keine Kunden sind

Kunden entstehen aus Gesprächen mit Menschen, die ein Problem haben, das du löst. Eine gekaufte Liste ist nicht nach diesem Kriterium zusammengestellt. Ob die Konten in deinem Markt sitzen, ist Zufall. Für dein Geschäft zählt, wie viele Menschen aus deiner Zielgruppe dich lesen und mit dir schreiben, nicht wie viele dir insgesamt folgen.

Kriterium

Gekaufte Follower oder Kontakte

Selbst aufgebautes Netzwerk

Wer dir folgt

Vom Anbieter ausgewählt, nicht nach deiner Zielgruppe

Von dir ausgewählt: Kunden, Kandidaten, Entscheider aus deinem Markt

Signal für den Feed

Nur, wenn die Konten auf deine Beiträge reagieren

Reaktionen und Kommentare von Menschen, die das Thema interessiert

Gespräche

Kein Anlass, kein gemeinsamer Bezug

Anlass durch Vernetzung, Kommentar oder Profilbesuch

Tempo

Sofort sichtbar

Wächst mit jeder Woche, in der du arbeitest

Mehrere echte Konten im Team statt gekaufter Accounts

Wer Accounts kauft, will oft im Team mit mehreren Profilen ansprechen. Das geht auch ohne fremde Konten: Jede Person im Team arbeitet mit ihrem eigenen LinkedIn-Profil, das Unternehmen bekommt eine Unternehmensseite, und die Ansprache wird so aufgeteilt, dass niemand dieselbe Person zweimal anschreibt. Wie das im Detail aussieht, inklusive LinkedIns Regeln zu doppelten Konten, steht in Mehrere LinkedIn-Konten verwalten.

Mehrere echte LinkedIn-Konten im Team statt gekaufter Accounts: jede Person mit eigenem Profil und eigenem Teil der Zielliste
Mehrere echte LinkedIn-Konten im Team statt gekaufter Accounts: jede Person mit eigenem Profil und eigenem Teil der Zielliste

Checkliste für Team-Konten

  • Ein LinkedIn-Konto pro Person, unter echtem Namen, mit eigenem Login.
  • Profile vollständig: Foto, Headline, aktuelle Position beim Unternehmen.
  • Die Unternehmensseite ist mit allen Profilen verknüpft, Beiträge der Seite teilen die Teammitglieder in eigenen Worten.
  • Die Zielgruppe ist aufgeteilt, zum Beispiel nach Region, Branche oder Account-Liste.
  • Wer einen Kontakt betreut, ist festgehalten, damit niemand doppelt anschreibt.
  • Jede Person schreibt in ihrer eigenen Stimme, keine identischen Texte von fünf Profilen.

Wie du dein Konto im Alltag sauber führst, mit einer Übersicht über LinkedIns eigene Hinweise zu Tempo und Einladungen, steht in unserem Leitfaden zur Kontoführung.

Organisch wachsen: so baust du LinkedIn-Follower auf

Follower kommen, wenn Menschen aus deinem Markt dich bemerken und etwas davon haben, dir zu folgen. Vier Gewohnheiten tragen dabei den größten Teil der Arbeit.

LinkedIn-Follower organisch aufbauen: ein Netzwerk wächst Schritt für Schritt aus Kontakten und Beiträgen
LinkedIn-Follower organisch aufbauen: ein Netzwerk wächst Schritt für Schritt aus Kontakten und Beiträgen

1. Ein Profil, dem man folgen will

Echter Name, Foto, eine Headline, die sagt, wem du womit hilfst, und eine Info-Box mit einem klaren Thema. Eine Verifizierung zeigt zusätzlich, dass hinter dem Profil ein echter Mensch steht. Wie sie funktioniert, erklärt LinkedIn-Verifizierung.

2. Regelmäßig zu einem Thema posten

Ein Thema, das deine Zielgruppe beschäftigt, und ein fester Rhythmus, den du durchhältst. LinkedIn wertet laut eigener Hilfe aus, ob ein Beitrag Wissen oder Rat bietet und wie konstruktiv das Gespräch darunter ist. Beiträge, die eine konkrete Frage deines Marktes beantworten, sammeln die Reaktionen, die der Feed braucht.

3. Bei anderen kommentieren

Ein fachlicher Kommentar unter dem Beitrag einer Person aus deinem Markt wird von genau den Menschen gelesen, die du erreichen willst. Gute Kommentare sind kurze Beiträge: eine eigene Erfahrung, eine Zahl, eine Gegenfrage.

4. Gezielt vernetzen

Lade Menschen aus deiner Zielgruppe mit einer kurzen, persönlichen Notiz ein. Folgen ist dabei kein Ersatz für Vernetzen, beides hat seinen Platz: Kontakte 1. Grades sind laut LinkedIn auf 30.000 begrenzt, die Zahl deiner Follower ist unbegrenzt. Ab 30.000 Kontakten wird „Folgen“ zur Standard-Schaltfläche auf deinem Profil. Quelle: LinkedIn-Hilfe: Network size limit, abgerufen am 3. Oktober 2026.

Drei Vorlagen für Anfragen, aus denen Follower werden

Eine gute Notiz nennt den Anlass in einem Satz und verlangt nichts. Zum Kopieren, die eckigen Klammern ersetzt du:

Hallo [Vorname], du folgst mir schon eine Weile, danke dafür. Ich schreibe regelmäßig über [Thema] und würde mich freuen, wenn wir direkt vernetzt sind.

Hallo [Vorname], dein Kommentar zu [Thema] unter dem Beitrag von [Name] hat mir eine neue Sicht gezeigt. Lass uns gern vernetzen, ich poste selbst zu [Thema].

Hallo [Vorname], wir arbeiten beide mit [Zielgruppe oder Branche]. Ich teile hier jede Woche, was bei [eigenes Thema] funktioniert, vielleicht ist etwas für dich dabei.

Wer annimmt, sieht deine Beiträge künftig als Kontakt. Wer nicht annimmt, kann dir trotzdem folgen. Beides ist ein echter Leser, und genau darum geht es.

So hilft CompLeadly beim Aufbau, in Vertrieb, Recruiting und Jobsuche

CompLeadly ersetzt keine Inhalte, nimmt dir aber die Handarbeit beim Vernetzen ab. Die Desktop-App läuft auf deinem eigenen Rechner und arbeitet mit deinem eigenen LinkedIn-Konto. Du baust eine Zielgruppe aus einer LinkedIn- oder Sales-Navigator-Suche, und ein Workflow besucht die Profile, vernetzt sich mit Notiz und schickt nach der Annahme eine erste Nachricht und Follow-ups, die bei der ersten Antwort stoppen. Auch deine Follower und Profilbesucher kannst du als Zielgruppe nutzen, etwa um dich mit Menschen zu vernetzen, die dir bereits folgen.

  • Vertrieb: Entscheider aus deiner Sales-Navigator-Suche werden zur Zielgruppe. Ab Basic folgst du ihnen beim Profilbesuch auf Wunsch automatisch.
  • Recruiting: Eine Recruiter-Lite-Suche oder -Pipeline dient als Quelle, ein Workflow pro Stelle. Kandidatinnen lernen dich über dein echtes Profil kennen. Mehr auf der Seite für Recruiter.
  • Jobsuche: Recruiter und Hiring Manager deiner Wunschfirmen werden zur Zielgruppe. Profilbesuch, Vernetzung mit Notiz und ein Follow-up laufen auch in der Gratis-Version, dann mit Tageslimits.

Im Team bekommt jede Person ihren eigenen CompLeadly-Zugang für ihr eigenes Profil. Ab Premium hält eine Team-Blockliste Kontakte zurück, um die sich schon jemand kümmert. Du startest mit 10 Tagen kostenlosem Test mit allen Funktionen, ohne Kreditkarte. Danach läuft dein Zugang in der Gratis-Version weiter, mit Basis-Funktionen und Tageslimit, zum Beispiel 2 Vernetzungsanfragen und 25 Profilbesuchen pro Tag. Tarife stehen auf der Preisseite.

Häufige Fragen: LinkedIn-Follower kaufen

Kann man LinkedIn-Follower kaufen?

Angebote dafür gibt es. LinkedIn schreibt in seinen Professional Community Policies allerdings „Don't do things to artificially increase engagement with your content“ und erlaubt keine Fake-Profile. Die gekaufte Zahl bringt zudem keine Leser, weil der Feed für jeden Leser nach dessen Interessen sortiert.

Bringen gekaufte Follower mehr Reichweite auf LinkedIn?

Nicht verlässlich. LinkedIn entscheidet laut eigener Hilfe für jeden Leser einzeln, welche Beiträge er sieht, anhand von Profil, Inhalt und Aktivität. Follower, die sich nicht für dein Thema interessieren und nicht reagieren, tragen deinen Beitrag nicht weiter.

Was sagt LinkedIn zum Kauf von Accounts?

In der Nutzervereinbarung sagst du zu, dein Konto weder zu teilen noch zu übertragen, und unter den „Don'ts“ steht, keine falsche Identität anzulegen und kein fremdes Konto zu nutzen. Für Teams heißt das: Jede Person arbeitet mit ihrem eigenen Konto.

Wie bekomme ich mehr Follower auf LinkedIn?

Mit einem vollständigen Profil, regelmäßigen Beiträgen zu einem Thema deiner Zielgruppe, fachlichen Kommentaren bei anderen und gezielten Vernetzungsanfragen mit persönlicher Notiz. Das dauert Wochen, bringt aber Follower, die lesen und antworten.

Wie viele Follower kann man auf LinkedIn haben?

Unbegrenzt viele. Begrenzt sind laut LinkedIn-Hilfe nur die Kontakte 1. Grades, auf 30.000. Wer diese Zahl erreicht, bekommt „Folgen“ als Standard-Schaltfläche auf dem Profil.


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Sebastian Andes
Sebastian Andes

Geschäftsführer · CEO

Marketing-Coach & Unternehmensberater. Als erfahrener Unternehmer und Marketingstratege baut er CompLeadly seit 2019 mit auf.

Philipp Krapp
Philipp Krapp

Geschäftsführer · CTO

Software-Ingenieur & App-Entwickler. Als innovativer Softwareentwickler baut er CompLeadly seit 2019 mit auf.

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